Globale Ernährungskrisen: JRC warnt vor weiteren Rückschlägen

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Der Halbjahresbericht zu globalen Ernährungskrisen zeigt eine weiterhin kritische und regional sehr unterschiedliche Lage.

Nach Angaben der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission (JRC) verbesserte sich die akute Ernährungslage zwischen 2025 und 2026 in 17 untersuchten Ländern und Gebieten; in 15 verschlechterte sie sich. Für Somalia, Südsudan und Sudan wurde ein Hungersnotrisiko festgestellt. Weniger Menschen in der höchsten Krisenstufe in einzelnen Gebieten bedeuten deshalb keine allgemeine Entwarnung.

Konflikte, Wetterextreme sowie hohe Lebensmittel- und Düngemittelpreise bleiben zentrale Belastungen. Einen ergänzenden Blick auf landwirtschaftliche Risiken bietet der JRC-Agrarausblick für Juli 2026 zu Ostafrika und Lateinamerika. El Niño, die Konflikte im Nahen Osten und sinkende Hilfsbudgets könnten die Lage Ende 2026 und 2027 weiter verschärfen. Diese erwarteten Rückschläge sind in den aktuellen Schätzungen noch nicht vollständig erfasst.

Eine politische Perspektive auf Konflikte und Versorgungsschocks formuliert die Welthungerhilfe zur UN-Generalversammlung.

Der Bericht ergänzt die bereits dokumentierten Ergebnisse des Global Report on Food Crises 2026. Die JRC erläutert Datenbasis, regionale Unterschiede und Risiken in der englischsprachigen Originalveröffentlichung vom 21. September.

Quelle: joint-research-centre.ec.europa.eu