Globaler Hunger 2026: 266 Millionen Menschen in akuter Not

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Der Global Report on Food Crises 2026 zeigt: 266 Millionen Menschen in 47 Ländern und Gebieten waren 2025 von hoher akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Konflikte blieben der wichtigste Krisentreiber.

Die Zahl bezieht sich nicht auf alle Menschen, die weltweit dauerhaft unter Hunger leiden. Der Bericht erfasst ausgewählte Länder und Gebiete mit Ernährungskrisen und verwendet international abgestimmte Kategorien für akute Ernährungsunsicherheit. Damit beschreibt er Situationen, in denen Menschen kurzfristig nicht verlässlich genug Nahrung erhalten und dringend Unterstützung benötigen.

Fast ein Viertel der untersuchten Bevölkerung betroffen

Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) entsprachen die 266 Millionen Betroffenen fast 23 Prozent der untersuchten Bevölkerung. Der Anteil lag geringfügig über dem Vorjahreswert und nahezu doppelt so hoch wie 2016. 1,4 Millionen Menschen befanden sich in der höchsten Kategorie – einer katastrophalen Ernährungslage.

In Teilen des Gazastreifens und des Sudan wurde 2025 eine Hungersnot bestätigt. Für den Gazastreifen, Sudan und Südsudan bestand auch 2026 weiterhin ein Hungersnotrisiko. Solche Einstufungen folgen definierten Schwellenwerten und dürfen nicht mit einer allgemeinen politischen Bewertung verwechselt werden.

Konflikte, wirtschaftliche Schocks und Wetterextreme

Akute Ernährungskrisen haben meist mehrere Ursachen. Bewaffnete Konflikte und Vertreibung zerstören Lebensgrundlagen und behindern den Zugang zu Märkten sowie humanitärer Hilfe. Wirtschaftliche Schocks verteuern Lebensmittel und Energie. Dürren, Überschwemmungen und andere Wetterextreme verschärfen die Lage zusätzlich. In vielen Krisengebieten brechen zugleich Gesundheits-, Wasser- und Versorgungssysteme zusammen.

Kinder sind besonders gefährdet: Akute Mangelernährung schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko schwerer Krankheitsverläufe. Behandlung und Prävention benötigen deshalb nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch sauberes Wasser, medizinische Versorgung, Schutz und verlässliche Finanzierung.

Bericht und Prognose auseinanderhalten

Der Global Report on Food Crises 2026 wertet vor allem Daten des Jahres 2025 aus. Aussagen über den weiteren Verlauf 2026 sind Prognosen und Frühwarnungen. Der ergänzende Bericht zu den Hunger-Hotspots nennt Sudan, Südsudan, Jemen und Palästina als besonders kritische Gebiete für Juni bis November 2026.

Die vollständige Dokumentation stellt das Welternährungsprogramm zum Global Report on Food Crises 2026 bereit. Aktuelle Frühwarnungen finden sich im Hunger-Hotspots-Bericht von FAO und WFP.

Aktualisiert am 14. August 2026
Quelle: Aktion gegen den Hunger / food-monitor

Weiterführend: Welternährungstag: 24,6 Millionen Menschen im Sudan leiden unter Hunger.