Brokkoli: ein echter Evergreen und Trendsetter!

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Brokkoli zubereiten: Von den Röschen bis zum Strunk

Brokkoli lässt sich roh und gegart vielseitig verwenden. Beim Einkauf zählen fest geschlossene Röschen; in der Küche können auch Strunk und zarte Blätter auf den Teller.

Frischer Brokkoli mit grünen Röschen
Foto: BVEO

Brokkoli gehört wie Blumenkohl zur Familie der Kreuzblütengewächse. Gegessen werden vor allem die noch geschlossenen Blütenstände. Sein Geschmack reicht von mild-kohlig bis fein nussig. Vermutlich stammt die Kulturform aus dem östlichen Mittelmeerraum. In Deutschland hat sich Brokkoli erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Handel und in der Alltagsküche fest etabliert.

Frischen Brokkoli erkennen

Frische Köpfe haben fest geschlossene, kräftig grüne Röschen sowie feste Stiele und Blätter. Gelbliche Röschen zeigen meist, dass sich die Blüten öffnen und das Gemüse länger gelagert wurde. Das macht Brokkoli nicht automatisch ungenießbar. Er sollte aber nicht mehr verwendet werden, wenn er schmierig, schimmelig oder unangenehm riecht.

Brokkolisalat mit Seidentofu
Foto: BVEO

Brokkoli richtig lagern

Brokkoli verliert bei längerer Lagerung rasch Frische und Aroma. Deshalb kommt er ungewaschen ins Gemüsefach des Kühlschranks und sollte möglichst zeitnah verarbeitet werden. Eine starre Ein- bis Zwei-Tage-Frist ist ohne Kenntnis von Erntefrische, Verpackung und Temperatur nicht verlässlich. Für eine längere Vorratshaltung die geputzten Röschen und den geschälten Strunk kurz blanchieren, gut abkühlen lassen und portionsweise einfrieren.

Was steckt in Brokkoli?

Brokkoli liefert unter anderem Vitamin C, Folat und Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Daraus lassen sich jedoch keine Heil- oder Schutzversprechen für einzelne Portionen ableiten. Kurzes Dämpfen oder Blanchieren erhält Biss und Farbe und begrenzt zugleich Garverluste.

Ausführliche Hinweise zu Einkauf, Lagerung und Zubereitung bietet das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Röschen, Strunk und Blätter verwenden

Brokkoli zunächst gründlich unter fließendem Wasser waschen. Dann die Röschen in ähnlich große Stücke teilen. Den festen Strunk schälen und würfeln oder in dünne Scheiben schneiden; er braucht meist etwas länger als die Röschen. Zarte, einwandfreie Blätter eignen sich fein geschnitten für Suppen und Gemüsepfannen.

Zubereiteter Brokkoli mit Tofu und Gemüse
Foto: BVEO

Röschen schmecken gedämpft, blanchiert, in der Pfanne gebraten oder im Ofen geröstet. Eine zartere Variante mit langen Stielen stellt Spargelbrokkoli: Einkauf, Zubereitung und Verwendung vor. Roh können sie fein geschnitten in einen Salat kommen. Wer Kohlgemüse nicht gut verträgt, beginnt besser mit einer kleinen Menge oder verwendet gegarten Brokkoli.

Der Strunk gehört nicht in den Abfall: Geschält passt er in Suppen, Aufläufe, Pesto oder Gemüsepfannen. Wie weitere Gemüsebestandteile sinnvoll genutzt werden können, zeigt der Warenkunde-Beitrag „Leaf to Root“: Obst und Gemüse vom Blatt bis zur Wurzel.

Rezept-Tipp: Brokkoli-Salat mit Seidentofu

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Quelle: Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) / food-monitor



Rezept: Brokkoli-Cremesuppe mit Käse-Croûtons

Brokkoli-Cremesuppe mit Röschen und Käse-Croûtons
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g Brokkoli mit Stiel und Blättern
  • 300 g mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Stange Lauch
  • 2 EL Rapsöl
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Sahne
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 4 Scheiben Vollkornbrot
  • 60 g geriebener Gouda

Zubereitung

  1. Brokkoli gründlich waschen. Röschen abtrennen, zarte Blätter schneiden und den geschälten Stiel würfeln. Vier kleine Röschen für die Einlage beiseitelegen. Kartoffeln schälen und würfeln. Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden.
  2. 1 EL Rapsöl in einem Topf erhitzen und den Lauch 3 Minuten dünsten. Kartoffeln, Brokkolistiel und Gemüsebrühe zufügen, aufkochen und zugedeckt 12 Minuten köcheln lassen.
  3. Brokkoliröschen und -blätter zufügen und weitere 6 bis 7 Minuten garen. Die beiseitegelegten Röschen nach 3 Minuten herausnehmen.
  4. Sahne zugeben, die Suppe fein pürieren und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Nur noch kurz erwärmen.
  5. Den Backofengrill auf 220 °C vorheizen. Brot würfeln, mit dem restlichen Rapsöl vermengen und auf einem Blech verteilen. Gouda darüberstreuen und 4 bis 5 Minuten goldbraun überbacken.

Serviervorschlag: Die Suppe mit den kleinen Brokkoliröschen und den Käse-Croûtons anrichten.

Allergene: Enthält Gluten (Vollkornbrot) und Milch. Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten; Kennzeichnung beachten.

Rezept: food-monitor / KI