
Die Andenbeere, auch Physalis genannt, ist ein besonderer Anblick. Die kirschgroße Frucht versteckt sich in einer unscheinbaren Hülle, die an einen Lampion erinnert. Daher wird sie gerne als essbare Dekoration für Sekt, Cocktails und Desserts verwendet. Das Aroma ist angenehm süß-säuerlich bis fruchtig und erinnert im Nachgeschmack etwas an Stachelbeere und Ananas.
Die Heimat der Physalis liegt im Hochland Perus und in Brasilien. Heutzutage ist sie in der gesamten Andenregion verbreitet und wird in größeren Mengen vor allem in Kolumbien angebaut. Portugiesische Seefahrer brachten die außergewöhnliche Pflanze Anfang des 19. Jahrhunderts von Südamerika nach Südafrika. Hier wurde sie in der Region rund um das Kap der guten Hoffnung angepflanzt und erreichte von dort aus auch andere Länder. Die Australier gaben der Frucht den Namen Kapstachelbeere („Cape gooseberry“), der bis heute häufig verwendet wird.
Die Physalis ist ein Nachtschattengewächs und mit der Tomate und Kartoffel verwandt. Die krautige Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch. Nach der Befruchtung der Blüte bilden die feinen Blütenblätter einen laternenförmigen Kelch, in dem die goldgelbe Frucht geschützt heranwächst. Die dünne Fruchthaut und die weichen Kerne im Inneren sind essbar. Das Fruchtfleisch ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Dazu zählen Phosphor, Eisen, Provitamin A, B-Vitamine, Vitamin C und Flavonoide, sowie der Ballaststoff Pektin. In der Naturheilkunde wird die Kapstachelbeere unter anderem bei Harnwegserkrankungen und Gicht eingesetzt.
Vor dem Verzehr wird die Hülle geöffnet und die Furcht herausgedreht. Sorgfältiges Waschen entfernt den klebrigen Belag. Die zarten Beeren werden pur genascht, aber auch zu Saft, Püree und Chutney verarbeitet. Aufgrund des hohen Gehalts an Pektin, das als Geliermittel wirkt, sind sie auch sehr gut für Konfitüre, Gelee und Kompott geeignet.
Die Physalis wird im Handel ganzjährig und meist in kleinen, luftigen Kunststoffkörbchen angeboten. Die Früchte sollten beim Einkauf fest und goldgelb bis orange gefärbt sein. Wenn sie einen angenehmen Duft verströmen, schmecken sie am besten. Bei kühler, trockener Lagerung sind die Beeren rund eine Woche haltbar.
Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de
Rezept: Perlcouscous-Salat mit Physalis und Feta

Zutaten für 4 Portionen
- 250 g Perlcouscous
- 500 ml Gemüsebrühe
- 200 g Physalis
- 1 Salatgurke
- 150 g Feta
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 Bio-Zitrone
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL Honig
- je 1/2 Bund Minze und glatte Petersilie
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Gemüsebrühe aufkochen, den Perlcouscous einrühren und nach Packungsangabe etwa 10 bis 12 Minuten bissfest garen. Überschüssige Flüssigkeit abgießen und den Couscous auf einem großen Teller 15 Minuten abkühlen lassen.
- Die Lampionhüllen der Physalis entfernen. Die Früchte gründlich waschen, trocken tupfen und halbieren. Die Gurke waschen und würfeln. Den Feta ebenfalls würfeln, die rote Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden.
- Die Zitrone heiß waschen. Einen Teelöffel Schale fein abreiben und 3 EL Saft auspressen. Beides mit Olivenöl und Honig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Minze und Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Perlcouscous, Physalis, Gurke, Feta, Zwiebel und Kräuter in einer Schüssel mischen. Das Dressing unterheben.
- Den Salat 15 Minuten durchziehen lassen und vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Serviervorschlag: Der Salat schmeckt leicht gekühlt und passt als Hauptgericht oder Beilage zu gegrilltem Gemüse.
Rezept: food-monitor / KI
