Schwarzer Pfeffer bei ÖKO-TEST: nur fünf Bios sind „gut“

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ÖKO-TEST untersuchte Anfang 2025 insgesamt 21 Marken schwarzer Pfefferkörner. Fünf Bio-Produkte erhielten die Note „gut“; eine Bestnote vergab das Magazin nicht. Die Ergebnisse beziehen sich auf die damals geprüften Produkte und Chargen.

Schwarze Pfefferkörner in einer Holzschale
Foto: PublicDomainPictures auf Pixabay

Produktauswahl und Bewertung

Im Test waren neun konventionelle und zwölf Bio-Produkte. ÖKO-TEST bewertete Laborbefunde sowie Angaben und Nachweise zu Lieferketten, Arbeitsbedingungen und Entwaldung. Nach den Kriterien des Magazins waren fünf Bio-Pfeffer „gut“. Die Hartkorn Pfefferkörner, schwarz, erhielten „ungenügend“, weil aus Sicht des Magazins Nachweise zur Lieferkette fehlten und das Labor Mineralölbestandteile fand.

Mineralölbestandteile differenziert betrachten

Bei Mineralölkohlenwasserstoffen ist zwischen MOSH und MOAH zu unterscheiden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit kam 2023 zu dem Schluss, dass die derzeitige Aufnahme von MOSH über Lebensmittel keinen Anlass zu gesundheitlicher Besorgnis gibt, auch wenn bei Langzeitwirkungen Datenlücken bestehen. Bestimmte MOAH-Fraktionen können dagegen genotoxische und krebserzeugende Verbindungen enthalten. Deshalb sollen MOAH-Einträge in Lebensmitteln möglichst vermieden werden. Ein Laborbefund allein belegt jedoch kein akutes Gesundheitsrisiko durch eine einzelne Portion Pfeffer.

Pestizidrückstände und Mehrfachbefunde

Rückstände wurden in der Untersuchung nach den eigenen Bewertungskriterien von ÖKO-TEST berücksichtigt. Mehrere Rückstände in einem Produkt bedeuten nicht automatisch, dass gesetzliche Rückstandshöchstgehalte überschritten wurden. Für die Risikobewertung sind die gemessenen Mengen, die einzelnen Wirkstoffe und die Verzehrmenge entscheidend. Nach dem aktuellen EU-Monitoring ist das geschätzte Ernährungsrisiko durch Pestizidrückstände für die meisten untersuchten Bevölkerungsgruppen und Stoffe niedrig.

Lieferketten bleiben ein eigenes Prüffeld

Nahezu alle Anbieter machten ÖKO-TEST Angaben zur Lieferkette. Kein Anbieter konnte nach Darstellung des Magazins jedoch durchgehend existenzsichernde Einkommen für Pfefferbäuerinnen und -bauern sowie ein umfassendes Entwaldungs- und Umwandlungsverbot belegen. Diese Nachhaltigkeitsbewertung ist von der lebensmittelrechtlichen Beurteilung der Laborwerte zu trennen.

Einordnung des Tests

Der Vergleich zeigt Unterschiede bei Laborbefunden und Transparenz. Er ist eine Momentaufnahme von 2025 und lässt sich nicht ohne erneute Prüfung auf heutige Chargen übertragen.

Quellen

Historischer Produkttest von 2025 / fachlich eingeordnet und aktualisiert am 6. September 2026 / food-monitor / KI