Jostabeere: robuste Kreuzung mit eigenem Aroma

Die Jostabeere ist eine gezielt gezüchtete Kreuzung innerhalb der Gattung Ribes. Ihr Name verbindet Teile der Wörter Johannisbeere und Stachelbeere. Botanisch wird sie als Ribes × nidigrolaria geführt.
Mehr als zwei Kreuzungspartner
Oft wird die Jostabeere vereinfacht als Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere beschrieben. Nach der botanischen Einordnung von Kew gehen in die künstliche Hybride jedoch drei Arten ein: die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum), die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) und die nordamerikanische Stachelbeerart Ribes divaricatum.
Das Bundessortenamt beschreibt die Jostabeere als stark wachsenden, stachellosen Strauch. Die Früchte sitzen in kleinen Gruppen und sind größer als Schwarze Johannisbeeren. Ihre Farbe reicht bei Reife von dunkelviolett bis blauschwarz.
Geschmack und Inhaltsstoffe
Das Aroma liegt zwischen Johannis- und Stachelbeere: fruchtig, leicht herb und je nach Reifegrad säuerlich bis süß. Jostabeeren liefern Wasser, Ballaststoffe, Vitamin C und farbgebende Anthocyane. Die Gehalte schwanken mit Sorte, Reife, Standort und Lagerung. Daraus lassen sich keine pauschalen Heilwirkungen ableiten.
Einkauf, Ernte und Lagerung
Jostabeeren sind im Handel selten und stammen häufig aus dem Hausgarten oder vom regionalen Direktverkauf. Reife Früchte sind gleichmäßig dunkel gefärbt und geben bei sanftem Druck leicht nach. Im Kühlschrank sollten sie trocken und luftig gelagert und innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Für eine längere Aufbewahrung können die Beeren eingefroren werden. Verlesen, waschen und trocknen Sie die Früchte sorgfältig. Frieren Sie sie zunächst einzeln auf einem Tablett vor und füllen Sie sie danach in einen Gefrierbehälter. Weitere Hinweise finden Sie im Beitrag „Richtig einfrieren und auftauen – so geht’s“.
Verwendung in der Küche
Jostabeeren schmecken pur, im Müsli, zu Joghurt oder in Desserts. Sie eignen sich außerdem für Kompott, Fruchtaufstrich, Gelee, Saft und Kuchen. Wer das Aroma als zu herb empfindet, kann die Früchte mit milderen Beeren oder Äpfeln kombinieren.
Mehr über einen der Kreuzungspartner erfahren Sie im Beitrag „Heimische Strauchbeeren: die Stachelbeere“.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Quelle: Heike Stommel, Bundeszentrum für Ernährung, www.bzfe.de; Bundessortenamt, www.bundessortenamt.de; Kew Science, powo.science.kew.org / food-monitor
Rezept: Jostabeer-Joghurt-Dessert mit Hafer-Mandel-Knusper

Zutaten für 4 Portionen
- 400 g Jostabeeren
- 70 g Zucker
- 1 EL Zitronensaft
- 400 g Naturjoghurt
- 150 ml Schlagsahne
- 50 g zarte Haferflocken
- 30 g Mandelblättchen
- 20 g Butter
Zubereitung
- Jostabeeren verlesen, unter fließendem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Zwölf einwandfreie Beeren für die Garnitur abgedeckt kalt stellen. Die übrigen Beeren mit 40 g Zucker und Zitronensaft in einen Topf geben, aufkochen und bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten köcheln lassen. Dabei einige Beeren zerdrücken. Das Kompott anschließend rasch abkühlen lassen.
- Butter in einer Pfanne schmelzen. Haferflocken und Mandelblättchen darin bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten goldbraun rösten. 10 g Zucker einstreuen, kurz karamellisieren lassen und die Mischung auf einem Teller abkühlen lassen.
- Joghurt mit den übrigen 20 g Zucker verrühren. Sahne steif schlagen und unter den Joghurt heben.
- Jostabeerkompott und Joghurtcreme abwechselnd in vier saubere Gläser schichten. Abdecken und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
- Den Hafer-Mandel-Knusper erst unmittelbar vor dem Servieren darüberstreuen.
Lebensmittelsicherheit: Joghurt und Sahne bis zur Verarbeitung kühlen. Das fertige Dessert abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb eines Tages verbrauchen; nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Allergene: Enthält Milch, glutenhaltiges Getreide (Hafer) und Mandeln.
Serviervorschlag: Die kalt gestellten Jostabeeren kurz vor dem Servieren auf die Gläser setzen.
Rezept: food-monitor / KI
