Kürbisse unschlagbar vielseitig: Hokkaido mit viel Vitamin C

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Kaum ein anderes Fruchtgemüse lässt sich auf so vielfältige Art und Weise zubereiten wie Kürbisse.

Hokkaido
Foto: Masine – CC-Lizenz (BY 2.0) – Some rights reserved – Quelle: www.piqs.de

Die Kürbissuppe ist sicher der Klassiker, die aus vielen Sorten und in noch mehr Variationen zubereitet werden kann. Ferner Kürbis vom Blech: In Spalten geschnitten, mit anderem Herbstgemüse im Ofen gebacken, dazu ein schmackhafter Dip. Kürbis-Spaghetti, Kürbispüree, -gratin, -lasagne, in Risotto oder auch wie Bratkartoffeln zubereitet.

Klein geschnitten und in Olivenöl geschmort, bereichert Kürbis auch herbstliche Salate; geeignete Sorten auch roh. Sogar zu Marmelade, Pudding, Kompott oder Kuchen lassen sich die Früchte verarbeiten. Eine Spezialität ist süß-sauer eingelegtes Kürbisgemüse.

Die Kürbiskerne kann man trocknen und roh oder geröstet zum Knabbern verwenden, Salate und Müslis aufwerten sowie Kürbissuppen verfeinern. Die Kerne enthalten rund 40 Prozent Kürbiskernöl, das eine Delikatesse ist. Kürbiskernöl hat einen intensiven, nussigen Geschmack und eignet sich bestens für Salate, aber auch zum Verfeinern von Suppen, Soßen und sogar Süßspeisen. Es darf aber nicht stark erhitzt werden, weil sonst die wertvollen ungesättigten Fettsäuren zerstört werden.

Da der Eigengeschmack der meisten Kürbisse eher dezent ist, vertragen sie kräftige Gewürze beziehungsweise aromatische Früchte. Pikante Kürbiszubereitungen harmonieren sehr gut mit Ingwer, Chili, Curry, Knoblauch, Paprika, Zwiebel und Balsamico. Süßliche Zubereitungen lassen sich gut mit Honig, Zimt, Fruchtsäften, Ananas, Äpfeln oder Orangen kombinieren.

Auch ernährungsphysiologisch haben Kürbisse etwas zu bieten: Zunächst einmal sind sie ausgesprochen energiearm. Im Schnitt haben 100 Gramm Fruchtfleisch gerade mal 24 Kilokalorien. Der Ballaststoffgehalt ist mit über zwei Gramm vergleichbar mit dem anderer Fruchtgemüsearten. Bei den Nährstoffen gibt es durchaus große Sortenunterschiede.

Eine ältere Untersuchung attestiert dem Hokkaido einen zwei- bis siebenmal höheren Nährstoffgehalt als den von anderen untersuchten Kürbissorten. Das betrifft insbesondere den Gehalt an Carotinoiden und Vitamin C. Während gängige Nährwerttabellen für Kürbis einen Durchschnittswert von 10 Milligramm Vitamin C ausweisen, sind es für Hokkaido 30 Milligramm.

Quelle: Rüdiger Lobitz, BZfE



Rezept: Hokkaido-Gnocchi mit Salbeibutter

Orange Hokkaido-Gnocchi mit gebräunter Salbeibutter und Parmesan
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g Hokkaido-Kürbis
  • 300 g Weizenmehl plus etwas zum Arbeiten
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • 80 g Butter
  • 12 frische Salbeiblätter
  • 60 g fein geriebener Parmesan
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Kürbis waschen, entkernen, in Spalten schneiden und auf einem mit Backpapier belegten Blech 25 bis 30 Minuten weich rösten.
  2. Kürbis fein pürieren und vollständig abkühlen lassen. 500 g Kürbispüree abwiegen, mit Mehl, Ei, Muskatnuss und 1 TL Salz rasch zu einem weichen, leicht klebrigen Teig vermengen. Nur so viel zusätzliches Mehl einarbeiten, dass der Teig formbar bleibt.
  3. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in vier Portionen teilen und zu etwa 2 cm dicken Rollen formen. In 2 cm lange Stücke schneiden und mit einer Gabel leicht eindrücken.
  4. In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Sieden bringen. Gnocchi portionsweise hineingeben und 2 bis 3 Minuten gar ziehen lassen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, mit einer Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
  5. Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze aufschäumen. Salbeiblätter zugeben und 2 Minuten knusprig braten. Gnocchi hinzufügen und 4 bis 5 Minuten in der Salbeibutter schwenken, bis sie leicht gebräunt sind.
  6. Mit Pfeffer abschmecken, auf vier Teller verteilen und mit Parmesan bestreuen.

Serviervorschlag: Die Gnocchi sofort heiß servieren, damit die Salbeiblätter knusprig bleiben.

Rezept: food-monitor / KI