Sommerdesserts ohne Eismaschine aus Gurke und Co.

Warum immer Vanille- oder Schokoladeneis?

Fruchtige Granita in einem Glas
Foto: Magnific

Mit ungewöhnlichen Zutaten wie Kräutern, Blüten und Gemüse lassen sich viele kreative Eissorten ganz ohne Eismaschine zubereiten. Ob Granita, Ziegenkäse-Eis oder Joghurtriegel – die Varianten eignen sich als Dessert oder kleine gefrorene Zwischenmahlzeit. Wer herzhafte Ideen sucht, findet Suppen, Salate und Wraps im Ratgeber Kalte Küche für einen heißen Sommer.

Erfrischend-leicht schmeckt eine Gurken-Granita mit Basilikum. Dazu eine Salatgurke waschen, längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Das Fruchtfleisch grob würfeln und mit Zitronensaft, etwas Puderzucker und frischen Basilikumblättern fein pürieren. Abgeschmeckt wird mit einer Prise Salz und etwas Pfeffer. Ebenfalls spannend sind Kombinationen wie Pfirsich mit frischem Thymian, Rote Bete mit Rosmarin oder Wassermelone mit Minze. Die Mischung in eine flache Form geben und mindestens vier Stunden lang gefrieren lassen. Zwischendurch immer wieder mit einer Gabel durchrühren. Denn je öfter die Masse während des Gefriervorgangs durchgerührt wird, desto kleiner fallen die Eiskristalle aus. Vor dem Servieren in gekühlte Gläser füllen und hübsch verzieren.

Ein besonderer Genuss ist ein Thymian-Ziegenkäse-Eis mit Brombeeren. Hierfür wird Mascarpone mit Ziegenfrischkäse, etwas Honig und frischen Thymianblättchen mit einem Mixer cremig verrührt. Die Masse in eine flache Form geben, vorbereitete Brombeeren gleichmäßig darauf verteilen, leicht eindrücken und mindestens drei bis vier Stunden lang tiefkühlen.

Ein fruchtiger Snack für heiße Tage sind eisgekühlte Erdbeer-Balsamico-Joghurtriegel. Dafür Naturjoghurt und etwas Mascarpone mit Honig und einem Schuss Balsamicoessig verrühren. Die Creme etwa einen Zentimeter dick in eine mit Backpapier ausgelegte flache Form streichen und mit in Scheiben geschnittenen Erdbeeren sowie gehackten Pistazien bestreuen. Nach einigen Stunden im Gefrierfach die Masse in Riegel schneiden. Die Joghurtriegel lassen sich vielseitig variieren – etwa mit Heidel- oder Himbeeren, Zitronensaft oder Apfelessig statt Balsamico sowie Nüssen oder Kernen für zusätzlichen Crunch.

Auch ein Holunderblüten-Buttermilcheis passt perfekt in den Sommer. Dafür Buttermilch mit Crème fraîche, frisch gepresstem Zitronensaft und etwas Holunderblütensirup verrühren. Anschließend vorsichtig steif geschlagene Sahne unterheben und die Mischung für einige Stunden unter gelegentlichem Rühren tiefkühlen – fertig ist die cremige Nascherei.

Hygiene, Allergene und Aufbewahrung

Obst, Gemüse und Kräuter unter sauberem fließendem Wasser gründlich waschen; Beeren vorsichtig verlesen und beschädigte oder schimmelige Früchte vollständig aussortieren. Saubere Geräte und gefriergeeignete, abgedeckte Behälter verwenden. Milchprodukte bis zur Verarbeitung kühlen und die fertigen Desserts nach dem Portionieren wieder zügig tiefkühlen. Angetaute oder geschmolzene Reste nicht erneut einfrieren.

Ziegenkäse, Mascarpone, Joghurt, Buttermilch, Crème fraîche und Sahne enthalten Milch; Pistazien und andere Nüsse sind kennzeichnungspflichtige Allergene. Für Schwangere, kleine Kinder, ältere oder immungeschwächte Menschen keine Rohmilchprodukte verwenden. Bei selbst gesammelten Blüten nur eindeutig bestimmte, ungespritzte und für Lebensmittel geeignete Arten einsetzen.

Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung.