Emmer (auch Zweikorn genannt) ist eine der ältesten kultivierten Weizenarten und rückt heute wieder stärker in den Blick von Landwirtschaft, Bäckereien und heimischen Küchen.
-
Zwei Mehle von der SchapfenMühle: SchapfenMühle Emmermehl Type 1300 und SchapfenMühle Emmervollkornmehl
-
Emmer besticht durch einen kräftig-würzigen Geschmack und liefert wertvolle Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Mineralstoffe und, als Vollkorn, Ballaststoffe.

Seinen Namen verdankt er den zwei Körnern, die sich pro Ährchen bilden. Schon vor über 10.000 Jahren wurde Emmer im sogenannten Fruchtbaren Halbmond bzw. Vorderasien angebaut. Von dort verbreitete er sich über den Mittelmeerraum bis ins Römische Reich und später in weite Teile Europas, sogar bis nach Irland. Mit dem Aufkommen ertragreicherer und leichter zu verarbeitender Brotweizenarten ging der Emmeranbau in Europa stark zurück, erlebt heute jedoch eine Renaissance.
Viele gute Gründe für das Retro-Getreide Emmer
Emmer ist aus vielfacher Sicht eine wertvolle Ergänzung zu den weitverbreiteten, modernen Getreidearten – zum Beispiel in Hinblick auf die Biodiversität. Durch seine Wiederentdeckung trägt Emmer zur Vielfalt auf den Feldern bei. Seine Spelzen (eine feste Hülle, die das Korn umschließt) schützen das Emmerkorn gut vor vielen Schädlingen und Umwelteinflüssen. Dadurch ist das Korn sehr robust und der Pflanzenschutzaufwand kann je nach Anbaubedingungen reduziert werden.
Weiterhin bringt Emmer Abwechslung in die Backstuben und auf unsere Teller. Er schmeckt nussig-würzig und kann für die Herstellung vielerlei Lebensmittel verwendet werden: egal, ob ganz als Zutat in Suppen, Salaten oder Bratlingen, flüssig als dunkles, würziges Emmerbier oder in gemahlener Form wie dem SchapfenMühle Emmermehl Type 1300 als perfekte Basis für Brot, Brötchen, Kräcker, Pizza, Nudeln, Süßes und so viel mehr.
Emmer und daraus hergestellte Lebensmittel liefern Eiweiß sowie Mineralstoffe und enthalten natürliche Carotinoide, die dem Korn seine charakteristische goldgelbe Farbe verleihen. Im Vergleich zu Brotweizen weist das Klebereiweiß (Gluten) in Emmer eine andere Zusammensetzung auf. Dadurch entwickeln Emmerteige ein schwächeres Klebergerüst. Für eine gute Teigstabilität sind daher häufig längere Teigruhezeiten sowie eine schonende Verarbeitung empfehlenswert.
Rezept: Emmer-Blechpizza mit Paprika und Mozzarella

Zutaten für 4 Portionen
- 500 g Emmermehl Type 1300
- 340 ml lauwarmes Wasser
- 7 g Trockenhefe
- 1 TL Honig
- 3 EL Olivenöl
- 2 TL Salz
- 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1/4 TL schwarzer Pfeffer
- 1 rote Paprikaschote
- 1 kleine rote Zwiebel
- 200 g Mozzarella
Zubereitung
- Für den Teig Wasser, Trockenhefe und Honig verrühren. Emmermehl, 1 1/2 TL Salz und 1 EL Olivenöl hinzufügen und alles kurz zu einem weichen Teig vermengen. 10 Minuten abgedeckt quellen lassen.
- Den Teig anschließend etwa 3 Minuten langsam und schonend kneten. Abgedeckt bei Raumtemperatur 90 Minuten ruhen lassen. Nach 45 Minuten den Teig einmal vorsichtig von den Rändern zur Mitte falten.
- Ein etwa 30 × 40 cm großes Backblech mit 1 EL Olivenöl bestreichen. Den Teig daraufgeben und behutsam mit den Fingerspitzen ausbreiten, ohne ihn kräftig zu ziehen. Weitere 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
- Währenddessen gehackte Tomaten und Tomatenmark mit Oregano, Pfeffer und dem übrigen 1/2 TL Salz verrühren. Paprika entkernen und in schmale Streifen schneiden. Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. Mozzarella abtropfen lassen und in Stücke zupfen.
- Den Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Tomatensauce gleichmäßig auf dem Teig verteilen und dabei einen schmalen Rand frei lassen. Paprika, Zwiebel und Mozzarella darauf verteilen. Mit dem restlichen 1 EL Olivenöl beträufeln.
- Die Emmerpizza auf der unteren Schiene 15 bis 18 Minuten backen, bis der Rand kräftig gebräunt und der Mozzarella geschmolzen ist. Vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen.
Serviervorschlag: Warm in Stücke schneiden und direkt vom Blech servieren.
Rezept: food-monitor / KI
Quelle: schapfenmuehle.de
