262 Grillprodukte im Test im LGL-Labor

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Bei 254 der insgesamt 262 untersuchten Grillprodukte gab es keinen Grund zur Beanstandung.

Grillen
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Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersuchte 2026 fleischhaltige sowie vegetarische und vegane Grillprodukte.

Auch der Spätsommer bietet noch Tage mit schönem Wetter und damit die ein oder andere Gelegenheit, den Grill anzuwerfen. Doch können Bratwürste, Grillfleisch und Grillkäse bedenkenlos auf den Rost gelegt werden? Das LGL hat sich diese Frage gestellt und im laufenden Jahr sowohl fleischhaltige als auch vegetarische und vegane Grillprodukte untersucht.

Bei 254 (97 Prozent) der insgesamt 262 Proben gab es keinen Grund, dem sprichwörtlichen Braten nicht zu trauen. Das gilt nicht nur für Fleisch-Fans, sondern auch für Anhänger der fleischlosen Kost.

Die breitere Arbeit der Behörde im Vorjahr dokumentiert „LGL-Jahresbericht 2025: Lebensmittel, Gesundheit und Tierseuchen“. Seine Zahlen beziehen sich auf andere Untersuchungen und dürfen nicht mit den hier genannten Grillproben 2026 gleichgesetzt werden.

Vegetarische und vegane Produkte ohne Beanstandung

Die Expertinnen und Experten des LGL nahmen 2026 unter anderem 11 Grillkäse und 12 weitere vegetarische sowie vegane Grillprodukte hinsichtlich ihrer Beschaffenheit unter die Lupe. Keines dieser Lebensmittel musste beanstandet werden.

Daneben wurde eine breite Produktpalette von 180 fleischhaltigen Grillprodukten sensorisch sowie auf Tierart und Beschaffenheit analysiert, darunter Bratwürste, Steaks, Filets und andere Fleischteilstücke zum Grillen, Fleischspieße und sonstige Grillprodukte. Lediglich ein fertigverpacktes Produkt musste aufgrund des sensorischen Befundes als bereits verdorben eingestuft werden; zwei weitere fertigverpackte Produkte wurden wegen Kennzeichnungsmängeln beanstandet.

Weitere 59 Proben mariniertes Grillfleisch der Tierarten Rind, Schwein und Geflügel wurden mikrobiologisch und sensorisch untersucht. Fünf Proben (8,5 Prozent) wurden beanstandet. Davon waren zwei lose angebotene Produkte verdorben. Zwei fertigverpackte Produkte wiesen Hygienemängel in der Herstellung auf; bei einem weiteren losen Produkt war die Lagertemperatur zu hoch.

Untersuchungsergebnisse im Überblick

Probenart Probenzahl Beanstandet
Fleischhaltige Grillprodukte (Sensorik, Tierart, Beschaffenheit) 180 3
Fleischhaltige Grillprodukte (Sensorik, Mikrobiologie) 59 5
Vegetarische/vegane Grillprodukte (Sensorik, Beschaffenheit) 23 0
Summe 262 8

Die Untersuchungen von für das Grillen geeigneten Produkten werden 2026 fortgesetzt. Darüber hinaus rät das LGL, wichtige Hygieneregeln zu beachten und die Entstehung unerwünschter Stoffe beim Grillen zu vermeiden. Umgerötete Wurstwaren wie Wiener, Bockwurst oder Leberkäse enthalten Nitritpökelsalz. Bei starker Hitze über 150 Grad Celsius können gesundheitsschädliche Nitrosamine entstehen, die als krebserregend gelten.

Quelle: lgl.bayern.de