Handelsmarken erweitern ihr Angebot um Lebensmittel mit zusätzlichen Nährstoff- und Funktionsversprechen und erhöhen damit den Wettbewerb mit Herstellermarken.
Proteinreiche Snacks, Eis und Kaffee sowie Mahlzeitenersatz gehören zu den Produktfeldern, in denen Händler eigene Angebote ausbauen. Ein aktueller FoodNavigator-Beitrag beschreibt die Entwicklung anhand von Einschätzungen der Marktforscher Circana und MMR Research.
Handelsmarken beschränken sich demnach nicht mehr auf preisgünstige Nachbildungen etablierter Produkte. Sie bringen auch selbst Angebote mit zusätzlichen Nährstoffen auf den Markt. Dazu zählen je nach Produkt etwa Protein, Ballaststoffe, Vitamine oder weitere funktionell beworbene Zutaten. Die Bezeichnung „funktionell“ ist dabei kein Beleg dafür, dass jedes beworbene Produkt einen nachgewiesenen Gesundheitsvorteil bietet. Ein konkretes Produktfeld untersucht der Marktcheck zu High-Protein-Eiskaffee.
Den regionalen Marktüberblick ergänzt „Warum Europa bei Handelsmarken führt“. Er ordnet die Handelsstrukturen und Investitionen in Qualität und Markenführung ein.
Neue Differenzierung statt reiner Preisvergleich.
Nach Einschätzung von MMR erleichtern gut vergleichbare Angaben, beispielsweise zum Proteingehalt, den Wettbewerb zwischen Handels- und Herstellermarken. Eigenmarken könnten dabei von größerer Freiheit bei ihrer Positionierung profitieren. Dass sie das Segment insgesamt gewinnen werden, ist jedoch eine Prognose und kein feststehendes Ergebnis: Bei protein- und ballaststoffreichen Produkten wachsen Herstellermarken dem Bericht zufolge derzeit schneller.
Die Entwicklung ergänzt den seit längerem beobachteten Trend zu Eigenmarken im Lebensmitteleinkauf. Für Anbieter reicht damit weder ein niedriger Preis noch ein zusätzlicher Nährstoff allein als dauerhaftes Unterscheidungsmerkmal. Entscheidend bleibt, ob das konkrete Angebot für die Käufer einen nachvollziehbaren Nutzen hat.
Quelle: foodnavigator.com / food-monitor
