Warum Europa bei Handelsmarken führt

Europäische Händler haben Handelsmarken über Jahrzehnte zu eigenständigen und vertrauenswürdigen Marken ausgebaut.

Innovation, Qualität und Premiumisierung bestimmen zunehmend den Erfolg – nicht allein der niedrigere Preis.

Nach von FoodNavigator zitierten Circana-Daten erreicht der Handelsmarkenanteil in den Niederlanden rund 54 Prozent des Verkaufswerts. Spanien kommt auf 43 Prozent, Deutschland und das Vereinigte Königreich jeweils auf etwa 40 Prozent. In den USA liegt der Wertanteil demnach bei rund 22 Prozent.

Als Gründe für die stärkere Position in Europa gelten konzentriertere Handelsstrukturen, die Rolle von Discountern sowie langjährige Investitionen in Sortiment, Qualität und Markenführung. Besonders gut funktionieren Handelsmarken in Kategorien, in denen Verbraucher Produkte direkt vergleichen können, darunter Frische, Fleisch und Fisch, Obst und Gemüse, Molkereiprodukte, Backwaren und Tiefkühlkost.

Die Entwicklung eines konkreten Segments beschreibt „Eigenmarken bauen ihr Angebot an funktionellen Lebensmitteln aus“. Zusätzliche Nährstoff- und Funktionsversprechen werden dort als Differenzierungsansatz eingeordnet, ohne jedem Produkt einen nachgewiesenen Gesundheitsvorteil zuzuschreiben.

In den USA und in Schwellenländern ist der Markt stärker von Herstellermarken beziehungsweise kleinteiligeren Handelsstrukturen geprägt. Doch auch dort investieren Händler verstärkt in Innovation, Premiumangebote, Gesundheit und Qualität. Zur englischsprachigen Vollversion bei FoodNavigator

Quelle: foodnavigator.com / food-monitor