GLP-1-Ernährung: Marken unterschätzen die Bedeutung glaubwürdiger Verbraucherinformation

Bei Lebensmitteln für GLP-1-Nutzer reicht ein entsprechendes Etikett nach Einschätzung von Gesundheitsexperten nicht aus.

Lebensmittel- und Getränkemarken entwickeln zunehmend Produkte für Menschen, die GLP-1-Medikamente nutzen, gesund altern möchten oder sich in der Lebensmitte besonderen gesundheitlichen Herausforderungen gegenübersehen. Nach einer von FoodNavigator aufgegriffenen Befragung von US News & World Report liegt eine bislang unterschätzte Chance jedoch in verständlicher, glaubwürdiger Ernährungsinformation.

Von 63 befragten Gesundheitsexperten bewerteten 76 Prozent den beschleunigten Verlust von Muskelmasse als ernsthafte Gefahr für das gesunde Altern von Menschen, die GLP-1-Präparate verwenden. Marken könnten deshalb besser erklären, welche Rolle Protein, Ballaststoffe, Calcium, Flüssigkeit und weitere Nährstoffe für Muskel-, Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit spielen. Allgemeine Hinweise wie „proteinreich“ oder „GLP-1-freundlich“ allein schaffen diesen Zusammenhang nicht.

Als Beispiele nennt FoodNavigator unter anderem Danones Oikos Fusion, einen nährstoffreichen Drink für GLP-1-Nutzer, sowie Produkte von Kate Farms, PepsiCo und Mission. Zugleich sieht die Analyse Entwicklungsspielraum für multifunktionale Angebote, die mehrere Bedürfnisse von Menschen in der Lebensmitte zusammenführen – besonders bei Frauen in der Peri- und Menopause.

Eine andere Produktgruppe betrifft GLP-1-Werbung für Nahrungsergänzungsmittel und Pflaster. Deren Kennzeichnung und Wirknachweise sind von Lebensmitteln für Nutzer zugelassener Arzneimittel zu unterscheiden.

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Quelle: foodnavigator.com / food-monitor