Eine diversifizierte Auswahl angereicherter Grundnahrungsmittel könnte die Versorgung mikronährstoffgefährdeter Bevölkerungsgruppen in Westafrika verbessern.
Die in Nature Food veröffentlichte Analyse verbindet Daten zur Nährstoffgefährdung mit den tatsächlichen Verzehrsmustern in zehn Ländern.
Den Modellierungen zufolge waren Haushalte im Durchschnitt bei drei bis vier von fünf untersuchten Mikronährstoffen wahrscheinlich unzureichend versorgt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung war gefährdet, zu wenig Eisen, Zink und Folat aufzunehmen. Ärmere Haushalte waren durchgehend stärker betroffen.
Weizenmehl und Speiseöl, die bereits häufig zur Anreicherung genutzt werden, erreichten ärmere Bevölkerungsgruppen nur begrenzt. Reis zeigte dagegen in den untersuchten Ländern eine hohe Reichweite und eine gute Übereinstimmung mit den ermittelten Versorgungslücken. Für die Sahelzone sehen die Forschenden außerdem Potenzial bei Hirse und Sorghum.
Die Autoren folgern, dass regionale Anreicherungsprogramme stärker an Nährstoffbedarf und tatsächlichem Zugang zu den jeweiligen Grundnahrungsmitteln ausgerichtet werden sollten. Die englischsprachige Originalstudie ist frei zugänglich.
Eine andere Voraussetzung für die Versorgung mit Reis behandelt die Studie zum Einfluss steigender Temperaturen auf Reiserträge. Sie untersucht die Erzeugungsseite weltweit; die hier vorgestellte Analyse betrachtet dagegen Verzehrsmuster und Nährstoffversorgung in Westafrika.
Quelle: nature.com/natfood
