Zum Welt-Diabetes-Tag am 14. November beobachtet die Low-Carb-Manufaktur Panifactum eine wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln mit reduziertem Kohlenhydratanteil.

Dabei verändert sich auch der Markt: Produkte, die ursprünglich vor allem in der Keto- und Low-Carb-Nische zu finden waren, sprechen zunehmend weitere Verbrauchergruppen an.

Brot von Panifactum – Bildquelle Panifactum

Diabetes ist längst nicht mehr nur ein Thema für Arztpraxen und Apotheken. Die Erkrankung beeinflusst zunehmend auch Kaufentscheidungen im Lebensmittelbereich. Nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft leben in Deutschland mehrere Millionen Menschen mit Diabetes; der weitaus größte Teil davon mit Typ-2-Diabetes. Ernährung ist dabei ein wichtiger Bestandteil des individuellen Diabetesmanagements.

Diese Entwicklung spürt auch die Low-Carb-Manufaktur Panifactum. Das Unternehmen hat sich auf glutenfreie und kohlenhydratreduzierte Lebensmittel spezialisiert und verzeichnet 2026 insgesamt ein Umsatzwachstum von rund 25 Prozent.

„Wir beobachten seit einiger Zeit, dass sich unsere Kundschaft verbreitert“, sagt Gründer und Geschäftsführer Matthias Hofmann. „Kohlenhydratbewusste Produkte werden längst nicht mehr ausschließlich von Menschen gekauft, die sich konsequent ketogen ernähren. Auch das Thema Stoffwechsel und insbesondere Diabetes spielt in den Rückmeldungen und Anfragen unserer Kunden eine zunehmend wichtige Rolle.“

Vom Nischenprodukt zum Alltagslebensmittel

Interessant ist dabei vor allem, wonach Verbraucher suchen: Statt Spezialprodukten, die eine vollkommen andere Ernährungsweise verlangen, stehen zunehmend Alternativen für alltägliche Lebensmittel im Mittelpunkt. Brot, Knäckebrot, Kuchen, Fruchtaufstriche oder Pasta sollen weiterhin auf dem Speiseplan stehen können – allerdings mit veränderter Rezeptur und weniger verwertbaren Kohlenhydraten.

Genau diese Unterschiede versucht Panifactum auch visuell verständlich zu machen. In eigenen Produktvergleichen stellt das Unternehmen beispielsweise jeweils gleiche Mengen klassischer und kohlenhydratreduzierter Lebensmittel gegenüber und veranschaulicht deren Gehalt an verwertbaren Kohlenhydraten mithilfe von Zuckerwürfeln. Die Vergleiche reichen von Brot und Kuchen über Knäckebrot bis zum Fruchtaufstrich. Zuckervergleich

Für Hofmann zeigt sich darin ein grundsätzlicher Wandel: „Viele Verbraucher möchten ihre Ernährung verändern, aber nicht ihr komplettes Essverhalten aufgeben. Wenn Brot am Morgen oder Pasta am Abend Teil des Alltags sind, werden Alternativen interessant, die genau dort ansetzen.“

Lebensmittelhersteller reagieren auf neue Bedürfnisse

Panifactum entwickelt seine Rezepturen kontinuierlich weiter und setzt dabei auf kohlenhydratarme, glutenfreie Produkte in Bio-Qualität. Statt klassischem Getreidemehl kommen je nach Produkt unter anderem Saaten, Goldleinsaat, Flohsamenschalen oder pflanzliche Proteinquellen zum Einsatz.

Dabei versteht das Unternehmen seine Lebensmittel ausdrücklich nicht als Therapie oder Ersatz für eine medizinisch abgestimmte Ernährung. Gerade Menschen mit Diabetes sollten ihre Ernährung individuell mit behandelnden Ärzten oder qualifizierten Ernährungsfachkräften abstimmen.

Der wachsende Bedarf beeinflusst dennoch die Produktentwicklung. Für Panifactum geht es zunehmend darum, aus einer ursprünglich kleinen Low-Carb-Nische ein breiteres Sortiment alltagstauglicher Lebensmittel zu entwickeln.

„Die entscheidende Frage lautet heute nicht mehr nur: Wer ernährt sich ketogen?“, sagt Hofmann. „Viel spannender ist, wie groß die Gruppe der Menschen geworden ist, die aus ganz unterschiedlichen Gründen bewusster mit Kohlenhydraten umgehen möchte.“

Der Welt-Diabetes-Tag am 14. November rückt diese Entwicklung einmal mehr in den Fokus – und zeigt zugleich, dass die Veränderungen rund um Diabetes inzwischen weit über den Gesundheitssektor hinausreichen und auch Lebensmittelhersteller und Handel beschäftigen.

panifactum.de