Menschliche, tierische und ökologische Gesundheit bilden ein gemeinsames System.
Was wir essen, wirkt weit über den eigenen Tellerrand hinaus. Deshalb betrachtet der One-Health-Ansatz menschliche, tierische und ökologische Gesundheit als Teile eines gemeinsamen Systems. Am Thünen-Institut wird dazu in verschiedenen Bereichen geforscht. Der Themenschwerpunkt gibt einen Überblick.
Braunschweig (30. September 2026). Hinter jedem Lebensmittel stehen Tiere, Böden und Ökosysteme. Der One-Health-Ansatz betrachtet menschliche, tierische und ökologische Gesundheit deshalb nicht getrennt, sondern als Teile eines gemeinsamen Systems. In seinem neuen Themenschwerpunkt One Health zeigt das Thünen-Institut in den kommenden Wochen, wie eng die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt zusammenhängen und welche Forschungsergebnisse, Daten und Ansätze dabei unterstützen, Agrar- und Ernährungssysteme zukunftsfähig zu machen. Forschende aus den Thünen-Instituten für Betriebswirtschaft, Marktanalyse, Agrarklimaschutz, Agrartechnologie, Ökologischer Landbau, Seefischerei, Ostseefischerei und Fischereiökologie steuern ihre Expertise in unterschiedlichsten Beiträgen und Formaten vom erklärenden Text über die Infografik bis zum Podcast bei. Die Beiträge sind erkennbar am Logo und werden auf der Website in einem Dossier gesammelt.
Den Auftakt bildet der Beitrag von Dr. Felicitas Schneider vom Thünen-Institut für Marktanalyse zum Thünen-Kolloquium am morgigen Donnerstag, 1. Oktober, um 13 Uhr (virtuell). Die Wissenschaftlerin wird darin über die Entwicklung einer ISO-Norm zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen berichten, an der sie mitgewirkt hat.
Auf der Website finden Sie in den kommenden Wochen unter anderem Beiträge zur Planetary Health Diet, zu Hülsenfrüchten und ihren Benefits für Umwelt, Mensch und Klima, zu Tierwohlaspekten, Kreislaufwirtschaft und Bodenbearbeitung sowie zu Fisch als nachhaltigem Lebensmittel. Diese bilden den aktuellen Stand der Thünen-Forschung ab und können als Hintergrundmaterial für eigene Recherchen genutzt werden.
One Health bezieht altes und neues Wissen ein
Der Weg zu einem Agrar- und Ernährungssystem im Sinne von One Health führt über viele parallele Ansätze. Manche liegen in der Hand der Verbraucher*innen, andere erfordern systemische Veränderungen und politische Weichenstellungen. Es gibt Ansätze, die bestehende Abläufe effizienter machen, weil sie beispielsweise Lebensmittelverschwendung reduzieren, und solche, die ganze Systeme neu denken, wie in der Kreislaufwirtschaft. Einige Ansätze bedeuten eine Rückbesinnung auf alte Muster, etwa auf den Sonntagsbraten statt das tägliche Stück Fleisch. Andere setzen auf neue Technologien wie Indoor Farming und alternative Lebensmittel wie Algen, Muscheln und Insektenprotein.
Der aktuelle Themenschwerpunkt ist nach Frauen in ländlichen Räumen, Boden und Wasser der vierte, den das Thünen-Institut umsetzt.
- Zum Themenschwerpunkt One Health
- Anmeldung zum Kolloquium „Lebensmittelverluste reduzieren: Von der Norm in die Praxis“
- Zum Hintergrund: Eurostat-Zahlen zu Lebensmittelabfällen in der EU.
Quelle: thuenen.de
