Lebensmittelunternehmen müssen ihre Lieferketten dauerhaft auf häufigere Dürren und Wasserknappheit ausrichten.
Kurzfristige Ausweichkäufe reichen nicht aus, wenn ganze Anbauregionen gleichzeitig unter Hitze und Trockenheit leiden.
Nach den ausgeprägten Trockenperioden in Europa raten Fachleute der Lebensmittelwirtschaft zu einer systematischen Risikoanalyse. Unternehmen sollten für besonders gefährdete Rohstoffe nicht nur Lieferanten, sondern auch Herkunftsregionen, Bewässerungsabhängigkeit, Erntefenster, Boden- und Wasserbedingungen sowie empfindliche Wachstumsphasen erfassen.
Kurzfristig können angepasste Einkaufszeitpunkte, zusätzliche Lagerkapazitäten, Ersatzrohstoffe und vorqualifizierte Lieferanten Verluste begrenzen. Langfristig geht es jedoch um resilientere Anbausysteme: bessere Wasserspeicherung im Boden, effizientere Bewässerung, vielfältigere Fruchtfolgen sowie trockenheits- und hitzetolerantere Sorten. Auch Produktions- und Rezepturanpassungen können notwendig werden.
Eine geografische Diversifizierung schützt nur dann, wenn die neuen Anbaugebiete tatsächlich anderen Klimarisiken ausgesetzt sind. Sonst verlagert sie das Problem lediglich. Wetterdienste, Dürremonitore, saisonale Prognosen und Satellitendaten können bei der Planung helfen; für die Praxis sind jedoch konkrete Risiko-Matrizen nach Rohstoff und Region wichtiger als allgemeine Klimakarten.
Die englischsprachige Vollversion bei FoodNavigator beschreibt die empfohlenen Schritte und ihre Grenzen. In Deutschland wurde zuletzt ebenfalls gefordert, die Landwirtschaft strategisch gegen zunehmende Dürrerisiken abzusichern; der Bund hat zudem einen Zwischenstand zu den Folgen der Dürre 2026 vorgelegt.
Quelle: foodnavigator.com / food-monitor
