Honig in der Küche: Natürliche Süße für den letzten Pfiff

Honig bringt neben Süße auch sortentypische Aromen in Dressings, Marinaden, Suppen und Gebäck. Beim Ersetzen von Zucker sind sein Wassergehalt und die stärkere Bräunung zu berücksichtigen.

Honig in der Küche
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Herzhafte Speisen mit Honig abrunden

Eine kleine Menge Honig kann Säure in Salatdressings, Senfsoßen oder Marinaden ausbalancieren. Auch Tomatengerichte und Sauerkraut lassen sich damit geschmacklich abrunden. Bei lange gekochten Speisen empfiehlt sich die Zugabe eher gegen Ende, wenn das Honigaroma erhalten bleiben soll.

Backen mit Honig

Honig lässt sich nicht in jedem Rezept eins zu eins gegen Haushaltszucker austauschen. Er enthält ungefähr ein Fünftel Wasser, bindet Feuchtigkeit und lässt Gebäck schneller bräunen. Wer einen Teil des Zuckers ersetzt, sollte die übrige Flüssigkeit vorsichtig reduzieren und Backzeit sowie Temperatur beobachten. Für luftige Biskuit- oder Rührteige kann eine vollständige Umstellung die Struktur deutlich verändern.

Einfaches Honig-Zitronengetränk

Für ein Glas etwas Zitronensaft mit wenig Honig verrühren, mit kaltem Wasser oder Mineralwasser auffüllen und nach Wunsch Minze sowie Eis hinzufügen. Honig löst sich leichter in einer kleinen Menge lauwarmem Wasser. Auch dieses Getränk liefert freien Zucker und ist deshalb eher eine gelegentliche Erfrischung als ein Durstlöscher für den Alltag.

Einkauf und Lagerung

Farbe, Festigkeit und Kristallisation hängen stark von der Honigsorte ab und sind allein kein Qualitätsurteil. Beim Kauf sollten Glas und Verschluss unbeschädigt sein; die Herkunftsangabe auf dem Etikett schafft zusätzliche Orientierung. Gut verschlossen, trocken, dunkel und ohne starke Temperaturschwankungen gelagert, bleibt Honig lange haltbar.

Kristallisierter Honig ist normalerweise nicht verdorben. Im lauwarmen Wasserbad wird er wieder flüssiger. Sehr hohe Temperaturen und langes Erwärmen beeinträchtigen Aroma und hitzeempfindliche Bestandteile.

Gesundheitlich bleibt Honig ein Zuckerlieferant

Die kleinen Mengen an Enzymen, Mineralstoffen und anderen Begleitstoffen machen Honig in üblichen Portionen nicht zu einer bedeutenden Nährstoffquelle. Was bei Husten belegt ist, warum Säuglinge unter einem Jahr keinen Honig bekommen dürfen und weshalb Speisehonig nicht auf Wunden gehört, erklärt Honig und Gesundheit: Was belegt ist – und was nicht.

Aktualisiert am 14. August 2026
Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor / KI