Skrei ist wandernder nordostarktischer Kabeljau, der im Winter und Frühjahr an die norwegische Küste zieht.

Was unterscheidet Skrei von anderem Kabeljau?
Skrei ist keine eigene Fischart, sondern eine saisonale Handelsbezeichnung für geschlechtsreifen nordostarktischen Kabeljau (Gadus morhua). Die Tiere ziehen aus der Barentssee zu Laichgebieten an der norwegischen Küste, besonders rund um die Lofoten und Vesterålen. Das norwegische Wort „skrei“ bedeutet sinngemäß „Wanderer“.
Frischer Skrei kommt hauptsächlich von Januar bis April in den Handel. Er besitzt helles, mageres und festes Fleisch. Die lange Wanderung allein ist jedoch keine Garantie für besondere Qualität. Fang, Verarbeitung, Kühlung und Frische sind ebenso wichtig.
Aktuelle Bestandslage sorgfältig bewerten
Die Aussage, Skrei-Fischerei sei pauschal nachhaltig, ist zu undifferenziert. Nach der wissenschaftlichen Bestandsbewertung für 2026 lag die Laicherbiomasse des nordostarktischen Kabeljaus unter dem Vorsorgewert. Die Fischereisterblichkeit lag über dem Vorsorgewert, und die festgesetzte Fangquote überschritt die wissenschaftliche Empfehlung.
Im Juni 2026 meldete das norwegische Institute of Marine Research zwar eine etwas höhere Fangempfehlung für 2027. Zugleich bleibt die Nachwuchsproduktion schwach und der Bestand empfindlich. Beim Einkauf sollten Verbraucher deshalb Fanggebiet, Fangmethode, Zertifizierung und aktuelle Bestandsinformationen gemeinsam prüfen. Weitere Kriterien erklärt der Beitrag Warum Fisch eine nachhaltige Rolle in der Weihnachtsküche spielt.
Einkauf und Zubereitung
Frischer Skrei sollte neutral bis angenehm nach Meer riechen. Das Fleisch muss fest wirken und darf nicht schmierig sein. Vom Einkauf bis zur Zubereitung bleibt der Fisch gut gekühlt. Bei verpackter Ware gelten Verbrauchsdatum und Lagertemperatur.
Skrei eignet sich zum Braten, Dünsten, Backen und Pochieren. Für rohe Zubereitungen reicht die Bezeichnung Skrei nicht aus. Dafür ist ausdrücklich geeignete, parasitensicher behandelte Ware aus zuverlässiger Quelle nötig. Risikogruppen sollten rohen Fisch meiden.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026
Quellen: Seafood from Norway; Institute of Marine Research / food-monitor
Rezept: Ofen-Skrei auf Senflinsen mit Lauch

Zutaten für 4 Portionen
- 4 Skreifilets ohne Haut (je etwa 180 g)
- 250 g grüne oder braune Linsen
- 1 Stange Lauch (etwa 250 g)
- 2 Möhren (etwa 200 g)
- 1 Zwiebel
- 2 EL Rapsöl
- 700 ml Gemüsebrühe
- 150 ml Sahne
- 2 EL mittelscharfer Senf
- 1 Bio-Zitrone
- 1/2 Bund glatte Petersilie
- Salz
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung
- Die Linsen in einem Sieb gründlich abspülen. Den Lauch putzen, längs aufschneiden, waschen und in feine Ringe schneiden. Möhren und Zwiebel schälen und klein würfeln.
- 1 EL Rapsöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Möhren und Lauch darin bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anschwitzen.
- Linsen und Gemüsebrühe zugeben, aufkochen und zugedeckt bei kleiner Hitze 25 bis 30 Minuten garen, bis die Linsen weich sind, aber noch Biss haben. Die genaue Garzeit richtet sich nach der Packungsangabe. In den letzten 5 Minuten Sahne und Senf unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Skreifilets trocken tupfen und sorgfältig auf Gräten prüfen. Die Zitrone heiß waschen, die Schale fein abreiben und die Frucht halbieren.
- Die Fischfilets in eine leicht geölte Auflaufform legen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und dem übrigen Rapsöl würzen. Im vorgeheizten Ofen 12 bis 15 Minuten garen, bis das Fischfleisch innen nicht mehr glasig ist, sich leicht in Lamellen teilen lässt und im Kern mindestens 63 °C erreicht.
- Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Senflinsen mit 1 bis 2 EL Zitronensaft und der Hälfte der Petersilie abschmecken. Auf vier Teller verteilen, die Skreifilets daraufsetzen und mit der restlichen Petersilie bestreuen.
Serviervorschlag: Dazu passt ein grüner Blattsalat mit einem milden Zitronendressing.
Rezept: food-monitor / KI
