Skrei – Das Gold der Lofoten

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Kabeljau und Skrei aus Nordnorwegen
Foto: Ralph-Peter – CC-Lizenz (BY 2.0) – Some rights reserved – Quelle: www.piqs.de

Was ist Skrei?

Skrei ist keine eigene Fischart, sondern geschlechtsreifer nordostarktischer Kabeljau (Gadus morhua). Er lebt einen großen Teil des Jahres in der Barentssee und zieht im Winter zur norwegischen Küste, um dort zu laichen. Der Name geht auf das altnordische Verb „å skrida“ für wandern oder voranschreiten zurück.

Die Wanderung führt nicht ausschließlich zu den Lofoten. Auch andere Küstenabschnitte Nordnorwegens gehören zu den Laichgebieten. Die Saison reicht gewöhnlich von Januar bis April. Außerhalb dieser Zeit kann Kabeljau aus denselben Gewässern angeboten werden, er wird jedoch nicht als saisonaler Skrei vermarktet.

Skrei und Skrei-Qualitätszeichen sind nicht dasselbe

Die Bezeichnung Skrei beschreibt zunächst den wandernden Winterkabeljau. Davon zu unterscheiden ist das geschützte Skrei-Qualitätszeichen des Norwegian Seafood Council. Nur ausgewählte Fische und Produkte, die definierte Anforderungen erfüllen, dürfen dieses Zeichen tragen.

Nach der offiziellen Skrei-Qualitätsregelung muss qualitätsgekennzeichneter Skrei unter anderem geschlechtsreif sein, während der Saison gefangen, zügig verarbeitet und durchgehend gekühlt werden. Bei verpackten Filets lässt sich das Zeichen auf der Verpackung erkennen. Nicht jeder als Skrei angebotene Winterkabeljau trägt automatisch dieses Qualitätssiegel.

Was sagt das Zeichen über Nachhaltigkeit aus?

Das Skrei-Zeichen bestätigt vor allem Produktqualität, Verarbeitung und Kühlkette. Es ist kein eigenständiges Umwelt- oder Nachhaltigkeitssiegel. Zwar wird die Fischerei über Fangquoten und weitere Regeln gesteuert, doch die Bestandssituation kann sich von Jahr zu Jahr verändern.

Das norwegische Meeresforschungsinstitut berichtete im Juni 2026 weiterhin von schwachen Nachwuchsjahrgängen. Die Fangempfehlung für 2027 wurde zwar leicht angehoben, gehört aber weiterhin zu den niedrigsten seit 2003. Die aktuelle wissenschaftliche Einschätzung zum nordostarktischen Kabeljau macht deshalb deutlich, dass pauschale Nachhaltigkeitsaussagen nicht aus dem Skrei-Qualitätszeichen abgeleitet werden sollten.

Beim Einkauf helfen neben dem Qualitätszeichen die verpflichtenden Angaben zu Fanggebiet und Fangmethode. Wer zusätzliche Umweltkriterien berücksichtigen möchte, sollte auf ein separates, nachvollziehbares Fischereisiegel oder aktuelle Einkaufsratgeber achten.

Skrei in der Küche

Skrei ist mager und besitzt helles, festes Fleisch. Er eignet sich zum Braten, Dünsten, Pochieren oder für Eintöpfe. In Nordnorwegen ist „Mølje“ bekannt, ein traditionelles Gericht, bei dem neben dem Fisch auch Rogen und Leber verwendet werden.

Weitere Informationen zum saisonalen Angebot enthält der Beitrag „Skrei-Saison: Ab Januar ist der Skrei wieder im deutschen Handel verfügbar“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Quelle: Norwegian Seafood Council, Norwegisches Meeresforschungsinstitut, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor



Rezept: Gebratener Skrei auf Fenchel-Kartoffel-Gemüse

Gebratenes Skreifilet mit Fenchel und kleinen Kartoffeln auf einem Teller
Foto: food-monitor / KI

Festes Skreifilet wird auf der Haut gebraten und mit mild geschmortem Fenchel, kleinen Kartoffeln und einer frischen Zitronen-Kräuter-Butter serviert.

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g Skreifilet mit Haut, küchenfertig
  • 800 g kleine festkochende Kartoffeln
  • 2 Fenchelknollen
  • 2 Schalotten
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 80 g Butter
  • 2 EL Rapsöl oder neutrales Pflanzenöl
  • 100 ml trockener Weißwein oder Fischfond
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  1. Kartoffeln gründlich waschen und je nach Größe halbieren. In leicht gesalzenem Wasser etwa 15 bis 18 Minuten gar kochen, abgießen und warm halten.
  2. Fenchel putzen, das Grün beiseitelegen und die Knollen in schmale Spalten schneiden. Schalotten schälen und fein würfeln. Zitrone heiß waschen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Petersilie und Fenchelgrün grob hacken.
  3. 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Schalotten und Fenchel darin bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anschwitzen. Mit Weißwein oder Fischfond ablöschen, zugedeckt 8 bis 10 Minuten bissfest schmoren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzen.
  4. Skreifilet trocken tupfen und in vier gleich große Stücke schneiden. Die Hautseite mit einem scharfen Messer zwei- bis dreimal leicht einschneiden, dabei nicht in das Fleisch schneiden. Fisch auf der Fleischseite leicht salzen.
  5. Restliches Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Den Skrei mit der Hautseite nach unten einlegen und bei mittlerer bis kräftiger Hitze etwa 4 Minuten braten. Die Filets vorsichtig wenden, Butter zugeben und weitere 1 bis 2 Minuten gar ziehen lassen, bis das Fleisch nicht mehr glasig ist und sich leicht zerteilen lässt. Mit Pfeffer würzen.
  6. Kartoffeln mit der Hälfte der Zitronenschale, Petersilie und Fenchelgrün vermengen. Das Fenchel-Kartoffel-Gemüse auf vier Teller verteilen, Skrei daraufsetzen und die Butter aus der Fischpfanne darüberträufeln.

Serviervorschlag: Mit Zitronenspalten servieren. Dazu passt ein knackiger Blattsalat.

Rezept: food-monitor / KI