Biodiversität im Obst- und Gemüsebau: Bilanz nach 15 Jahren

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NABU, REWE Group und Betriebe setzen Naturschutzmaßnahmen um

Seit 15 Jahren engagieren sich NABU, REWE Group und landwirtschaftliche Betriebe deutschlandweit gemeinsam für den Schutz und die Förderung der biologischen Vielfalt im konventionellen Obst- und Gemüseanbau. Nach Angaben der Projektpartner handelt es sich um die größte Kooperation dieser Art zwischen Handel, Naturschutz und Landwirtschaft in Deutschland.

Zusammenarbeit seit 2010

„Was 2010 mit der Bodensee-Stiftung und REWE begann, entwickelte sich ab 2011 mit dem Einstieg des NABU zu einem bundesweiten Vorzeigeprojekt“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Ingo Ammermann. Als Erfolg nennt er das gewachsene Verständnis zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Handel. Marcel Weber von der REWE Group betont die gemeinsame Verantwortung entlang der Lieferkette.

Flächen, Hecken und Nisthilfen

Nach Angaben der beteiligten Organisationen betreuen mehr als 20 spezialisierte Beraterinnen und Berater fast 500 Agrarbetriebe. Seit Projektbeginn seien mehr als 17,5 Millionen Quadratmeter Blühflächen geschaffen oder ökologisch aufgewertet worden. Außerdem seien Hecken mit rund 89.300 Bäumen und Sträuchern gepflanzt und mehr als 26.900 Nisthilfen für Vögel, Insekten und Fledermäuse installiert worden. Hinzu kommen Totholzhaufen, Steinmauern, Sitzstangen für Greifvögel und Wasserstellen.

Monitoring am Bodensee

Ein wissenschaftliches Monitoring am Bodensee begleitet die Maßnahmen. Die Projektpartner berichten, dass dort 2010 insgesamt 56 Wildbienenarten und 2021 bereits 112 Arten erfasst wurden, darunter 26 Arten der Roten Liste. Diese lokalen Ergebnisse lassen sich nicht ohne Weiteres auf alle beteiligten Flächen übertragen, liefern aber Hinweise auf die Entwicklung im untersuchten Gebiet.

Hintergrund

Das Biodiversitätsprojekt ist seit 2010 aktiv, wird von der REWE Group finanziert und vom NABU koordiniert. Ziel ist es, Naturschutzmaßnahmen praxisnah in den konventionellen Obst- und Gemüseanbau zu integrieren.

Der Beitrag Artenvielfalt auf dem Acker: Mehr als Blühstreifen nötig ordnet ein, warum einzelne Maßnahmen in eine vielfältige Landschaft eingebettet werden müssen. Ergänzend nennt Bioland Maßnahmen seiner Mitgliedsbetriebe.

Aktualisiert am 16. August 2026
Quelle: Naturschutzbund Deutschland (NABU) / food-monitor / KI