Rooibos-Tee stammt aus Südafrika und wird aus Blättern und jungen Zweigen von Aspalathus linearis hergestellt.

Der Aufguss ist von Natur aus koffeinfrei. Roter und grüner Rooibos unterscheiden sich vor allem durch die Verarbeitung und ihr Aroma.
Geschützte Herkunft aus Südafrika
Die Rooibos-Pflanze gedeiht in einem begrenzten Gebiet der südafrikanischen Provinzen West- und Nordkap. Seit 2021 sind die Bezeichnungen „Rooibos“ und „Red Bush“ in der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) registriert. Damit sind Herkunft, Rohstoff und wesentliche Verarbeitungsschritte verbindlich festgelegt.
Rooibos enthält das Flavonoid Aspalathin, das als charakteristischer Pflanzenstoff gilt. Daraus lässt sich jedoch keine pauschale Gesundheitswirkung des Getränks ableiten. Geschmack und Duft entstehen durch das Zusammenspiel zahlreicher Inhaltsstoffe und die Verarbeitung.
Roter und grüner Rooibos
Für roten Rooibos werden Blätter und junge Zweige zerkleinert, angefeuchtet und einem Oxidationsprozess ausgesetzt, der im Handel häufig als „Fermentation“ bezeichnet wird. Dabei entwickelt das Material seine rötlich-braune Farbe und ein mildes, leicht süßliches Aroma.
Grüner Rooibos wird so verarbeitet, dass die Oxidation weitgehend verhindert wird. Er bleibt grünlicher und schmeckt meist frischer, grasiger und etwas herber. Beide Varianten stammen von derselben Pflanzenart und enthalten von Natur aus kein Koffein.
Richtig zubereiten
Für eine Tasse etwa einen knappen Teelöffel Rooibos verwenden und mit sprudelnd kochendem Wasser übergießen. Je nach gewünschter Stärke drei bis fünf Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Milch, Zitrone oder eine kleine Menge Süßungsmittel können nach Geschmack ergänzt werden.
Für einen kalten Aufguss den Tee zunächst ebenfalls mit kochendem Wasser zubereiten, anschließend zügig abkühlen und bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen. Frische Minze passt gut zu Rooibos, Orange und Zitrone. Wer ein Getränk mit mehr Schärfe bevorzugt, findet im Beitrag „Wie bereitet man frischen Ingwertee richtig zu?“ eine Alternative.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Quelle: Katharina Holthausen, verbraucherzentrale.bayern / food-monitor
Fachliche Grundlage zur geschützten Herkunft: Durchführungsverordnung (EU) 2021/865
Rezept: Gekühlter Rooibos mit Orange und Minze
Zutaten für 4 Gläser
- 1 Liter Wasser
- 4 gehäufte TL Rooibos-Tee
- 2 Bio-Orangen
- 4 Zweige frische Minze
- optional: 1 bis 2 TL Honig oder Zucker
- Eiswürfel zum Servieren
Zubereitung
- Wasser sprudelnd aufkochen. Rooibos in eine hitzebeständige Kanne geben, mit dem kochenden Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen.
- Tee abseihen. Falls gewünscht, Honig oder Zucker im noch heißen Tee auflösen.
- Eine Orange und die Minze gründlich unter fließendem Wasser waschen. Von der Orange einige dünne Scheiben abschneiden. Die zweite Orange auspressen.
- Orangensaft in den Tee rühren. Den Tee zügig abkühlen lassen und anschließend abgedeckt mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Mit Eiswürfeln, Orangenscheiben und der gewaschenen Minze auf vier Gläser verteilen.
Lebensmittelsicherheit: Den heißen Aufguss zügig abkühlen und bis zum Servieren bei Kühlschranktemperatur aufbewahren. Frische Minze und Orangen vor der Verwendung gründlich waschen. Reste am selben Tag verbrauchen.
Allergene: Das Grundrezept enthält keine der 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergene. Bei ergänzenden Zutaten deren Kennzeichnung beachten.
Serviervorschlag: Für mehr Säure mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.
Rezept: food-monitor / KI
