FAO-Fischereibericht 2026: 235 Millionen Tonnen produziert

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WWF warnt vor sinkendem Anteil nachhaltig befischter Bestände

Die weltweite Produktion aquatischer Lebensmittel erreichte 2024 rund 235 Millionen Tonnen. Das geht aus dem Fischerei- und Aquakulturbericht SOFIA 2026 der Welternährungsorganisation FAO hervor. Auf Aquakultur entfielen demnach 53 Prozent der Gesamtproduktion. Die Menge beschreibt die Produktion und nicht – wie in der ursprünglichen Pressemitteilung formuliert – den Konsum.

Bestandssituation hängt von der Kennzahl ab

Nach FAO-Angaben wurden 62,4 Prozent der bewerteten Fischbestände innerhalb biologisch nachhaltiger Grenzen befischt. Betrachtet man statt der Zahl der Bestände die angelandete Menge, stammten 72,6 Prozent aus nachhaltig befischten Beständen. Diese beiden Kennzahlen dürfen nicht gleichgesetzt werden.

Der weltweite Fang aus Wildfischerei liegt seit rund vier Jahrzehnten bei etwa 90 Millionen Tonnen jährlich. Das Wachstum der Produktion stammt vor allem aus der Aquakultur. Ob diese den Druck auf Wildbestände mindert, hängt unter anderem von Artenwahl, Haltungssystem und Futtermitteln ab.

WWF fordert strengere Fangregeln und Kontrollen

Der WWF bewertet den Rückgang des Anteils nachhaltig befischter Bestände kritisch. Die Umweltorganisation fordert wissenschaftlich begründete Fangmengen, wirksame Fischereikontrollen und ein besseres Management. Zudem verweist sie auf zusätzliche Belastungen durch die Klimakrise und auf Konflikte um wandernde Fischbestände.

„Eine Trendwende kann nur gelingen, wenn Politik und Wirtschaft den Ernst der Lage anerkennen und durch drastische Fangbeschränkungen und strenge Kontrollen gegensteuern“, erklärt Mark Heuer, Fischereiexperte beim WWF Deutschland.

Deutschland im Vergleich

Die Aquakulturstatistik für Deutschland 2024 zeigt die heimische Erzeugung. Die Anlandestatistik 2025 erfasst die Fänge der deutschen Fischereiflotte.

Aktualisiert am 16. August 2026
Quellen: Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO), WWF Deutschland / food-monitor / KI