Candy Salmon: süß-herzhafter Social-Media-Hype

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Candy Salmon – frei übersetzt kandierter oder karamellisierter Lachs – wird in den Sozialen Medien als besonderer Snack gehypt.

Candy Salmon
Foto: food-monitor / KI

Ursprünglich stammt die Zubereitungsart von den indigenen Völkern Nord-West-Amerikas. Auch heute ist der süße Lachs ein typisches Rezept in Alaska, an der kanadischen Westküste und im Nordwesten der USA. Hier heißt das Produkt Candied Salmon oder (smoked) Salmon Candy. Seit Kurzem gibt es den besonderen Fisch in Deutschland zu kaufen.

Man kann Candy Salmon aber auch selber machen. Dafür gibt es viele verschiedene Rezepte. Eine Möglichkeit ist das Beizen im Kühlschrank mit anschließendem Räuchern, wobei es auch Rezepte ohne Räuchern gibt. Wichtig ist es, sehr frischen Fisch zu verwenden und ihn stets gut zu kühlen. Damit der Candy Salmon aussieht wie in den Sozialen Medien, wird ein großes Stück Lachs mit Haut so eingeschnitten, dass große Würfel entstehen, ohne dass die Haut durchtrennt wird. Das Rezept funktioniert aber auch mit Lachsstücken ohne Haut. Die Beize besteht aus Salz und braunem Zucker, oft kommt Ahornsirup dazu. Der Fisch wird rundum damit bedeckt und gut abgedeckt für bis zu 24 Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Je kürzer er gebeizt wird, desto weicher bleibt der Fisch, mit der Zeit wird er fester. Nach dem Beizen wird der Lachs geräuchert. Candy Salmon wird als etwas zäh, klebrig oder gummiartig beschrieben. Der Geschmack ist gleichzeitig süß und herzhaft, wobei der Fischgeschmack deutlich erhalten bleibt.

Lachs ist ein fettreicher Seefisch, der hochwertige Omega-3-Fettsäuren enthält. Die Fettsäuren sind wichtig für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem und können das Risiko für koronare Herzerkrankungen verringern. Insgesamt empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche. Da viele Bestände überfischt sind, ist es sinnvoll, auf nachhaltige Fischerei oder nachhaltige Aquakultur zu achten. Man erkennt sie am Siegel des MSC (Marine Stewardship Council), beziehungsweise ASC (Aquaculture Stewardship Council). Durch den Zucker in der Marinade liefert Candy Salmon mehr einfache Kohlenhydrate als herkömmlicher Räucherlachs. Das ist aber bei der üblichen Verzehrmenge zu vernachlässigen.

Candy Salmon schmeckt pur, lässt sich aber mit seinem besonderen Aroma auch gut kombinieren. Ähnlich wie Räucherlachs passt er auf einen Bagel mit Frischkäse, zu einer Bowl mit viel Gemüse oder als besonderer Akzent in Fingerfood.

Julia Icking, www.bzfe.de