Paprikapulver: Allroundtalent von mild bis scharf für viele Gerichte

Paprikapulver – auch Gewürzpaprika genannt – zählt zu den beliebtesten Gewürzen in Deutschland. Je nach Sorte reicht sein Geschmack von mild-fruchtig bis würzig-scharf.

Paprikapulver
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Es verleiht Suppen, Pilzgerichten, Eierspeisen und Brotaufstrichen Farbe und Aroma. Auch zu Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten sowie zu Käse, Reis, Kartoffeln und Linsen ist das Gewürz eine gute Wahl.

Gewürzpaprika wird besonders gern für deftige Eintöpfe und Schmorgerichte verwendet. So ist es in der ungarischen Küche eine wichtige Zutat für Klassiker wie „Szegediner Gulasch“ oder „Letscho“ – einen Eintopf mit viel Gemüsepaprika, Tomaten und Zwiebeln. Das Gewürz harmoniert auch sehr gut mit Chili, Ingwer, Knoblauch, Kreuzkümmel und Majoran.

Ein Küchentipp: Paprikapulver entfaltet sein Aroma am besten in etwas Fett. Allerdings sollte es nicht zu stark erhitzt werden, da es sonst bitter werden kann. Paprikapulver deshalb nicht lange trocken oder in sehr heißem Fett rösten. Nach kurzem Einrühren mit Flüssigkeit ablöschen. In Suppen und Schmorgerichten kann es anschließend mitgaren; eine Zugabe erst am Ende ist dort nicht grundsätzlich erforderlich.

Gewürzpaprika gehört wie Gemüsepaprika zur botanischen Art Capsicum annuumaus der Familie der Nachtschattengewächse und ist in Süd- und Mittelamerika beheimatet. Chilis umfassen dagegen Sorten mehrerer Capsicum-Arten. Heute werden die Pflanzen in vielen warmen Ländern und in gemäßigten Breiten kultiviert. Die Früchte sind deutlich kleiner und weniger fleischig als Gemüsepaprika und meist weniger scharf als Chilis. Nach der Ernte werden sie traditionell auf langen Schnüren in der Sonne getrocknet.

Im Handel ist Gewürzpaprika als gemahlenes Pulver, aber auch als Granulat oder Flocken erhältlich. Es gibt verschiedene Sorten, die sich in Farbe und Schärfe unterscheiden. Hierzulande stehen in den Gewürzregalen in erster Linie drei verschiedene Paprika-Gewürze: „Delikatess-Paprika“ schmeckt mild-fruchtig. „Paprika edelsüß“ besitzt ein würziges bis süßlich-fruchtiges Aroma mit leichter Schärfe. „Paprika rosenscharf“ oder „Rosenpaprika“ gehört zu den schärferen hier üblichen Paprikapulvern und hat eine bräunlich-rote Farbe.

Die rote Farbe ist im Wesentlichen auf Carotinoide zurückzuführen, die vor allem im Fruchtfleisch stecken. Für die Schärfe sorgt das Alkaloid Capsaicin, das vor allem im Plazenta- und Scheidewandgewebe der Früchte konzentriert ist. Fruchtfleisch und Samen sowie Scheidewände werden getrennt voneinander vermahlen und je nach gewünschtem Schärfegrad vermengt.

Gemahlene Gewürze sollten zu Hause luftdicht, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Nach dem Öffnen empfiehlt es sich, Paprikapulver innerhalb eines Jahres zu verbrauchen, denn Farbe und Aroma lassen mit der Zeit nach.

Heike Kreutz

Quelle: bzfe.de



Rezept: Paprika-Linsen-Eintopf mit Kartoffeln

Rötlicher Paprika-Linsen-Eintopf mit Kartoffeln und Gemüsepaprika in einer tiefen Schale
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 2 Zwiebeln (ca. 160 g)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 rote Gemüsepaprika
  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 2 EL Rapsöl
  • 2 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1/4 TL Paprikapulver rosenscharf
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 800 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 150 g rote Linsen
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Gemüsepaprika waschen, halbieren, von Stielansätzen, Samen und Scheidewänden befreien und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden.
  2. Rapsöl in einem großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Zwiebeln darin 3 Minuten glasig dünsten. Knoblauch, Paprikapulver edelsüß, Paprikapulver rosenscharf und Kreuzkümmel einrühren und nur etwa 20 Sekunden erwärmen, damit das Paprikapulver nicht bitter wird.
  3. Sofort mit den stückigen Tomaten und der Gemüsebrühe ablöschen. Kartoffeln, Gemüsepaprika, Majoran, Salz und Pfeffer hinzugeben und alles aufkochen.
  4. Den Eintopf zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze 15 Minuten sanft köcheln lassen. Währenddessen die roten Linsen in einem Sieb gründlich abspülen.
  5. Linsen in den Topf geben und den Eintopf weitere 12 bis 15 Minuten ohne Deckel sanft köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, bis Kartoffeln und Linsen gar sind. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.

Serviervorschlag: Heiß in tiefen Tellern servieren; dazu passt kräftiges Bauernbrot.

Rezept: food-monitor / KI