Stand: September 2026 | food-monitor: Lebensmittelmarkt
Lebensmittelpreise richtig einordnen
Wie entwickeln sich die Preise für Lebensmittel – und was sagen Inflationsrate, Erzeugerpreise und Konjunkturdaten tatsächlich aus? Diese Übersicht bündelt die wichtigsten Zeitreihen und Einordnungen für Deutschland. Sie trennt die Preisentwicklung privater Haushalte von vorgelagerten Preisen in Landwirtschaft und Produktion sowie von der wirtschaftlichen Lage der Ernährungsindustrie.
Einzelne Monatswerte können schwanken. Für eine belastbare Bewertung sollten deshalb Vorjahresvergleich, Vormonatsvergleich, Jahresdurchschnitt und Datenstatus gemeinsam betrachtet werden.
Verbraucherpreise und Lebensmittelinflation
Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisentwicklung der Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Die Teilgruppe Nahrungsmittel ist darin ein wichtiger, aber nicht der einzige Bereich. Methodische Grundlagen erläutert das Statistische Bundesamt zum Verbraucherpreisindex.
- Inflationsrate im Jahr 2025 bei +2,2 %
- Inflationsrate im Jahr 2024 bei +2,2 %
- Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 %
- Inflationsrate im Januar 2026 bei +2,1 %
- Inflationsrate im Februar 2026 bei +1,9 %
- Inflationsrate im Mai 2026: bestätigtes Ergebnis und Einordnung
Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte
Erzeugerpreise zeigen die Preisentwicklung auf einer vorgelagerten Marktstufe. Sie sind nicht mit Ladenpreisen gleichzusetzen: Verarbeitung, Energie, Logistik, Verträge, Handelsspannen und zeitlich verzögerte Weitergaben beeinflussen den Endpreis. Die amtliche Tabelle zu den Erzeugerpreisen landwirtschaftlicher Produkte macht Monats- und Jahreswerte sowie vorläufige und endgültige Ergebnisse kenntlich.
- Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Dezember 2025
- Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Januar 2026
- Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Februar 2026
- Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im März 2026
- Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im April 2026
Großhandelspreise
Großhandelspreise bilden eine weitere vorgelagerte Marktstufe ab. Sie können Hinweise auf Kostendruck und Preisbewegungen geben, lassen sich aber nicht eins zu eins auf Verbraucherpreise übertragen.
- Großhandelspreise im Juni 2026: +4,9 % gegenüber Juni 2025
- Großhandelspreise im Juli 2026: +5,3 % gegenüber Juli 2025
Konjunktur der Ernährungsindustrie
Umsatz, Absatz, Export, Kosten und Erwartungen der Unternehmen ergänzen die Preisstatistik. Sie zeigen, ob Preisbewegungen mit einer breiteren Veränderung der wirtschaftlichen Lage verbunden sind.
- Konjunktur: Lage der Ernährungsindustrie bleibt schwach
- BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie Mai 2026
- BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie Juni 2026
So lassen sich die Zahlen vergleichen
- Bezugsgröße prüfen: Prozentuale Veränderung ist nicht dasselbe wie das absolute Preisniveau.
- Zeitraum beachten: Veränderungen gegenüber dem Vormonat und gegenüber dem Vorjahresmonat beantworten unterschiedliche Fragen.
- Datenstatus lesen: Vorläufige Ergebnisse können später bestätigt oder revidiert werden.
- Marktstufe unterscheiden: Erzeuger-, Import-, Großhandels- und Verbraucherpreise bilden verschiedene Abschnitte der Wertschöpfungskette ab.
- Zeitreihe statt Einzelwert: Mehrere Monate und Jahresdurchschnitte reduzieren das Risiko, kurzfristige Ausschläge zu überbewerten.
Weiterführende Übersicht
Die übergeordnete Einordnung zu Konsum, Handel, Innovation und Marktstruktur bietet der Hub Lebensmittelmarkt in Deutschland: Trends und Entwicklungen.
Quellen und Methodik: Statistisches Bundesamt (Destatis), Verbraucherpreisindex und Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte; redaktionelle Beiträge und Zeitreihen bei food-monitor.
Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 6. September 2026
