Gentechnik: Bio-Branche begrüßt Klage der Slowakei gegen Deregulierung

„Ökologische Techniken sind der beste Weg zu Klimaresilienz.“

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft hält die angekündigte Klage gegen die EU-Verordnung zu neuen genomischen Techniken für aussichtsreich.

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft begrüßt die von der Slowakei angekündigte Klage gegen die EU-Verordnung zur Deregulierung neuer genomischer Techniken. Premierminister Robert Fico habe erklärt, beim Europäischen Gerichtshof Klage einzureichen, weil die Verordnung viele Proteste ausgelöst habe und Belege für ihre Unbedenklichkeit fehlten.

Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands, erklärt, die slowakische Regierung höre damit auf ihre Zivilgesellschaft. Die geplante Ausnahme gentechnisch veränderter Organismen aus der Risikoprüfung missachte nach Auffassung des Verbands das Vorsorgeprinzip und widerspreche der bisherigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Von BÖLW konsultierte Gutachter hielten die Klage daher für aussichtsreich.

Eine spätere Stellungnahme des Verbands behandelt die Klagen von Unternehmen und Verbänden gegen die NGT-Verordnung.

Die Bio-Branche werde in allen Stufen der Wertschöpfung weiterhin ohne Gentechnik wirtschaften. Sollte die Deregulierung umgesetzt werden, verursache die saubere Trennung zwischen Erzeugnissen mit und ohne Gentechnik vom Saatgut an neue Kosten und zusätzliche Bürokratie.

Um die Landwirtschaft gegen die Folgen der Erderwärmung widerstandsfähiger zu machen, seien nach Ansicht des BÖLW ökologische Lösungen der beste Weg. Ein vielfältiges System könne sowohl Trockenheit als auch Überschwemmungen besser abfedern.

Quelle: boelw.de