Hokkaido, Butternut & Co: Die 15 beliebtesten Kürbisse & was man darüber wissen sollte.

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Hokkaido, Butternut und weitere Speisekürbisse im Überblick

Verschiedene Speisekürbisse im Überblick

Kürbisse unterscheiden sich deutlich in Größe, Aroma, Konsistenz und Zubereitung. Bei manchen Sorten wird die Schale beim Garen weich, andere müssen geschält oder ausgelöffelt werden. Entscheidend ist außerdem die Kennzeichnung als Speisekürbis: Zierkürbisse gehören nicht auf den Teller.

Speisekürbis oder Zierkürbis?

Nur eindeutig als essbar angebotene Kürbisse verwenden. Zierkürbisse können giftige Cucurbitacine enthalten. Auch ein Speisekürbis aus eigenem Anbau kann in seltenen Fällen bitter schmecken, etwa wenn sich Saatgut unkontrolliert mit Zierformen gekreuzt hat. Deshalb vor der Zubereitung ein winziges Stück des rohen Fruchtfleischs probieren und wieder ausspucken. Schmeckt es deutlich bitter, den gesamten Kürbis entsorgen. Kochen oder Backen zerstört die Bitterstoffe nicht.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt Cucurbitacine in bitteren Kürbissen und Zucchini als mögliche Ursache akuter Lebensmittelvergiftungen. Weitere Hinweise stehen im Beitrag Kürbis: Leckere Fruchtgiganten mit Gruselpotenzial.

Speisekürbisse in verschiedenen Formen und Farben
Foto: Kürbisse © BVEO/shutterstock/Krysztof Slusarczyk

15 Kürbissorten und -gruppen

1. Hokkaido

Der kompakte Hokkaido hat orangefarbenes, eher festes Fruchtfleisch und ein nussiges Aroma. Seine dünne Schale wird beim Garen weich und kann nach gründlichem Waschen mitgegessen werden. Er eignet sich für Suppe, Ofengemüse, Püree und Kuchen. Einkauf, Lagerung und ein konkretes Rezept erklärt die Hokkaido-Warenkunde.

2. Butternut- oder Butternusskürbis

Butternut ist birnenförmig, kernarm und gehört botanisch zu den Moschuskürbissen. Das Fruchtfleisch ist mild bis nussig. Junge Exemplare können eine zarte Schale haben; für eine gleichmäßig weiche Konsistenz wird sie meist entfernt.

3. Feld- oder Halloweenkürbis

Große Halloweenkürbisse werden vor allem zum Schnitzen angeboten. Das Fruchtfleisch essbarer Sorten kann gekocht werden, ist aber häufig wässrig oder faserig. Dekorationsware ohne eindeutige Kennzeichnung als Speisekürbis nicht essen.

4. Bischofsmütze

Die auffällige Form besitzt meist eine sehr harte Schale. Bei als Speisekürbis angebotenen Früchten wird das Fruchtfleisch ausgelöffelt und gegart. Wegen der Form eignet sich die Bischofsmütze gut zum Füllen; beim Aufschneiden ist ein standfestes Brett wichtig.

5. Spaghettikürbis

Nach dem Garen lässt sich das helle Fruchtfleisch mit einer Gabel in fadenartige Stränge lösen. Die Schale wird nicht mitgegessen. Der milde Kürbis kann halbiert im Ofen oder im Ganzen nach sicherem Einstechen gegart werden.

6. Muskatkürbis

Muskatkürbisse sind oft groß und stark gerippt. Das orangefarbene Fruchtfleisch schmeckt aromatisch und eignet sich für Suppe, Chutney, Püree und Ofengerichte. Die feste Schale wird in der Regel entfernt; Teilstücke sollten eine saubere, nicht ausgetrocknete Schnittfläche haben.

7. Gorgonzola-Kürbis

Unter diesem Handelsnamen werden kleine, gerippte Speisekürbisse mit kontrastreicher Schale angeboten. Die Bezeichnung sagt nichts über Käse oder Schimmel aus. Das Fruchtfleisch wird gegart; je nach Reife und Anbieter kann die Schale unterschiedlich fest sein.

8. Baby Bear

Baby Bear ist ein kleiner Speisekürbis, der sich zum Füllen und Backen eignet. Die Kerne lassen sich nach dem Reinigen rösten. Ob die Schale angenehm weich wird, hängt von Reife und Garzeit ab; bei Unsicherheit nur das Fruchtfleisch essen.

9. Buttercup

Buttercup ist ein kompakter Winterkürbis mit festem, eher trockenem Fruchtfleisch. Er passt zu Püree, Suppe und Ofengerichten. Die feste Schale wird vor dem Garen entfernt oder das gegarte Fruchtfleisch wird anschließend ausgelöffelt.

10. Roter und Gelber Zentner

Diese großfrüchtigen Speisekürbisse liefern viel mildes Fruchtfleisch. Sie eignen sich für Suppen, Eintöpfe, Chutneys und Vorratsportionen. Angeschnittene Großfrüchte müssen gekühlt und rasch verarbeitet oder eingefroren werden.

11. Patisson

Patisson ist scheibenförmig und wird auch Ufo-Kürbis genannt. Junge Früchte haben eine zarte Konsistenz und können nach gründlichem Waschen samt Schale gegart werden. Größere Exemplare werden geschält und entkernt.

12. Langer von Neapel (Lunga di Napoli)

Der lange, dunkelgrüne Kürbis kann sehr groß werden und liefert viel orangefarbenes Fruchtfleisch. Er wird meist in Teilstücken verkauft. Die Schale entfernen und nur feste, frisch wirkende Schnittflächen kaufen.

13. Französische Beere

„Französische Beere“ ist kein überall einheitlich verwendeter Sortenname. Im Handel bezeichnet er meist längliche, grüne Speisekürbisse. Angaben des Erzeugers zu Sorte, Essbarkeit der Schale und Zubereitung haben daher Vorrang.

14. Sweet Dumpling

Der kleine, gerippte Sweet Dumpling hat mild-süßliches Fruchtfleisch und eignet sich zum Füllen oder Backen. Die Schale kann bei jungen Früchten nach dem Garen weich sein; bei älteren Exemplaren wird nur das Fruchtfleisch gegessen.

15. Moschuskürbis

Moschuskürbis bezeichnet eine botanische Artengruppe und nicht nur eine einzelne Sorte. Dazu gehören unter anderem Butternut und Muskatkürbis. Das Fruchtfleisch ist meist orange und aromatisch; ob die Schale mitgegessen wird, hängt von Sorte und Reife ab.

Einkauf und Lagerung

Ein ganzer Kürbis sollte unbeschädigt sein und einen trockenen, verholzten Stiel besitzen. Weiche, nässende oder schimmelige Stellen sind Ausschlusskriterien. Ein hohler Klang beim Klopfen kann bei vielen Winterkürbissen auf Reife hindeuten, ersetzt aber nicht die Sicht- und Geruchskontrolle. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt für ganze Kürbisse einen kühlen, trockenen Lagerort.

Je nach Sorte und Reife bleiben unbeschädigte Winterkürbisse mehrere Wochen bis Monate haltbar. Angeschnittenen Kürbis luftdicht verpackt im Gemüsefach lagern und innerhalb weniger Tage verbrauchen. Für längere Lagerung das Fruchtfleisch würfeln und einfrieren.

Kürbis sicher schneiden und garen

Den Kürbis gründlich waschen, auf ein rutschfestes Brett legen und mit einem stabilen, scharfen Messer halbieren. Kerne und faseriges Gewebe mit einem Löffel entfernen. Harte Sorten lassen sich leichter verarbeiten, wenn sie zuvor kurz im Ofen angewärmt werden; dabei nicht unbeaufsichtigt lassen und vor dem Schneiden etwas abkühlen lassen.

Kürbis liefert je nach Sorte unter anderem Ballaststoffe und Carotinoide. Einzelne Nährstoffe machen ihn jedoch nicht zum Heilmittel. Entscheidend ist die gesamte Ernährung. Kerne und Kürbiskernöl sind energiereicher als das Fruchtfleisch und werden entsprechend portionsweise verwendet.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) / food-monitor



Rezept: Hokkaido-Spalten aus dem Ofen mit Kräuterdip

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 kleiner Hokkaidokürbis (etwa 1 kg)
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 TL mildes Paprikapulver
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • Salz und Pfeffer
  • 200 g Naturjoghurt
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 1 TL Zitronensaft

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kürbis gründlich waschen. Ein winziges Stück rohes Fruchtfleisch probieren und wieder ausspucken. Schmeckt es bitter, den Kürbis nicht verwenden und vollständig entsorgen.
  2. Kürbis auf einem rutschfesten Brett halbieren. Kerne und faseriges Gewebe mit einem Löffel entfernen. Fruchtfleisch samt Schale in etwa zwei Zentimeter breite Spalten schneiden.
  3. Spalten mit Rapsöl, Paprikapulver, Thymian, etwas Salz und Pfeffer mischen. Auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen.
  4. Etwa 25 bis 35 Minuten backen, bis Fruchtfleisch und Schale weich sind. Garzeit an die Dicke der Spalten anpassen.
  5. Joghurt, Petersilie und Zitronensaft verrühren und abschmecken. Kürbisspalten heiß mit dem Dip servieren.

Aufbewahrung: Reste rasch abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen gründlich erhitzt verbrauchen.

Allergenhinweis: Naturjoghurt enthält Milch. Für eine vegane Variante einen geeigneten pflanzlichen Joghurt verwenden und dessen Allergenkennzeichnung beachten.

Rezept: food-monitor / KI