Misosuppe: wohltuend, leicht und bekömmlich

Die Japaner essen Misosuppe zu jeder Gelegenheit – als leichte Vorspeise, als Beilage zum Sushi oder mit Reis zum Frühstück. Das Gericht ist sehr bekömmlich und kann rein pflanzlich, aber auch mit Fisch oder Fleisch zubereitet werden.

Misosuppe

Die Misopaste verleiht der japanischen Spezialität den kräftig-würzigen „Umami“-Geschmack. Sie besteht aus Sojabohnen und je nach Sorte aus Getreide wie Reis, Gerste oder Weizen. Die Zutaten werden gesalzen und mit speziellen Schimmelpilzen (Aspergillus oryzae, „Kojii“) viele Monate fermentiert. Je dunkler die Paste, desto kräftiger und salziger ist das Aroma. Häufig wird die hellbräunliche Shiro-Miso verwendet, die der Misosuppe einen mild-süßlichen Geschmack verleiht.

In Japan wird die Suppe mit Dashi zubereitet. Die klare Fischbrühe wird aus Kombu-Algen (Seetang) und getrockneten Fischflocken (Bonito) hergestellt. Alternativ nimmt man eine Gemüsebrühe und reichert sie mit verschiedenen Zutaten an. Das können Pilze wie Shiitake, Sprossen und frisches Gemüse wie Frühlingszwiebeln, Lauch, Zuckerschoten, Paprika, Möhren, Blattspinat oder Pak Choi sein.

Traditionell dürfen Tofu und Wakame-Algen nicht fehlen. Die Braunalge hat eine knackige Konsistenz und schmeckt leicht salzig nach Meer. Mit Reis oder Nudeln wird die Misosuppe gehaltvoller und kann auch als Hauptgericht gereicht werden.

Eine Misosuppe ist schnell gekocht. Zunächst werden Frühlingszwiebeln, Gemüse, Naturtofu und Pilze zerkleinert. Die Wakame-Algen sollten zuvor für zehn Minuten in warmem Wasser quellen. Die Gemüsebrühe kurz aufkochen und Gemüse und Pilze hinzugeben. Die Misopaste durch ein Sieb streichen, in etwas Brühe auflösen und unterrühren.

Eine kleine Menge reicht, da sie sehr salzig schmeckt. Mit Sojasoße, etwas Sesamöl, Limettensaft und eventuell weiteren Gewürzen wie Ingwer, Knoblauch und Chili abschmecken. Anschließend den Tofu und die Wakame-Algen hinzugeben. Zum Servieren wird die Misosuppe in kleine Schalen gefüllt und mit geröstetem Sesam bestreut.

Im Gegensatz zu den meisten, eher etwas langweilig schmeckenden Misosuppen, wirst du von dieser Variante begeistert sein. Es geht halt nichts über das japanische Original. Hier geht es zum Rezept.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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