DGE-Projekt aktualisiert Qualitätsstandards für Gemeinschaftsverpflegung

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Ein mit 2,6 Millionen Euro gefördertes DGE-Projekt soll die Qualitätsstandards für Gemeinschaftsverpflegung wissenschaftlich aktualisieren und leichter anwendbar machen. Die Förderung macht die Standards jedoch nicht automatisch bundesweit verbindlich.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat übergab 2025 die Förderurkunde für das IN-FORM-Projekt „Update DGE-Qualitätsstandards: Wissenschaft und Praxistauglichkeit in Einklang gebracht“. Projektträgerin ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Was konkret überarbeitet werden soll

Weiterhin sind fünf Qualitätsstandards für unterschiedliche Lebenswelten vorgesehen: Kita, Schule, Betriebe und Hochschulen, Kliniken sowie Senioreneinrichtungen einschließlich „Essen auf Rädern“. Das Projekt soll Aufbau und Nutzung vereinfachen, die DGE-Empfehlungen „Gut essen und trinken“ von 2024 integrieren und eine zentrale Informationsplattform schaffen.

Neu entwickelt werden sollen außerdem Empfehlungen für Kinder und Jugendliche, die in Einrichtungen wie Kinderkliniken, Internaten oder Schullandheimen ganztägig verpflegt werden. Damit wird eine bisher weniger einheitlich abgedeckte Versorgungssituation aufgegriffen.

Was Qualitätsstandards leisten

Die Standards geben Orientierung für Lebensmittelauswahl, Speiseplanung, Zubereitung, Kommunikation und Nachhaltigkeit. Sie helfen Verantwortlichen, Angebote vergleichbar zu planen und zu überprüfen. Eine Ausrichtung am Standard ist aber nicht gleichbedeutend mit einer unabhängigen Zertifizierung; dafür gelten zusätzliche Prüfverfahren.

Wo die Umsetzung entschieden wird

Gute Vorgaben allein verbessern noch kein Essen. Entscheidend sind ausreichende Budgets, qualifiziertes Personal, geeignete Küchen, realistische Ausschreibungen, verlässliche Lieferketten und die Beteiligung der Tischgäste. Auch Zeit zum Essen, Akzeptanz und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen gehören zur Qualität.

Warum Familienwissen allein nicht genügt und Einrichtungen Teil der Ernährungsumgebung sind, zeigt Gesunde Kinderernährung: Warum Wissen allein nicht reicht.

Ob die Standards verbindlich gelten, hängt von Gesetzen, Förderrichtlinien, Verträgen und Entscheidungen der jeweiligen Träger ab. Das Förderprojekt selbst schafft keine allgemeine gesetzliche Pflicht.

Stand August 2026

Die 2025 angekündigte Überarbeitung läuft als Projekt. Bis neue Fassungen veröffentlicht sind, bleiben die jeweils verfügbaren DGE-Qualitätsstandards die praktische Grundlage. Einrichtungen sollten deshalb Versionsstand und Geltungsbereich der verwendeten Dokumente prüfen.

Die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen ordnet Gemeinschaftsverpflegung: Qualität, Standards und Finanzierung ein. Wie Einrichtungen den Bioanteil praktisch erhöhen können, zeigt das niedersächsische Projekt Mehr Bio in der Gemeinschaftsverpflegung.

Projektmeldung: DGE zur Förderung der Qualitätsstandards.

Aktualisiert am 16. August 2026
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) / food-monitor / KI