Schritt für Schritt zur Beikost

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Beikost ergänzt Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung schrittweise, sobald das Baby entwicklungsbereit ist. In Deutschland wird der Start frühestens zu Beginn des fünften und spätestens zu Beginn des siebten Lebensmonats empfohlen.

Baby
Foto: Christian Hermann on Unsplash

Entscheidend sind die Reifezeichen: Das Kind kann mit Unterstützung aufrecht sitzen, den Kopf sicher halten, Essen zum Mund führen und Nahrung schlucken, statt sie mit der Zunge wieder herauszuschieben. Interesse am Familienessen allein reicht nicht aus. Milch bleibt während der Beikostzeit ein wichtiger Bestandteil der Ernährung.

Beikosteinführung und Stillen: Die aktuellen Empfehlungen ordnen den zeitlichen Rahmen und die Allergieprävention ein.

Der erste Brei liefert Eisen

Im bewährten Ernährungsplan beginnt die Beikost meist mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Fleisch liefert gut verfügbares Eisen. Ein- bis zweimal pro Woche kann Fisch an seine Stelle treten. Für eine vegetarische Variante wird Fleisch nicht ersatzlos weggelassen, sondern durch eisenreiches Vollkorngetreide wie Hafer oder Hirse ersetzt. Rapsöl erhöht den Energiegehalt; Vitamin C aus Saft im Brei oder Obstpüree als Nachtisch verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen.

Zum Einstieg genügen wenige Löffel. Menge und Vielfalt können nach dem Appetit des Kindes wachsen. Druck, Ablenkung oder das Erzwingen einer bestimmten Portion sind nicht sinnvoll. Selbst gekochte und geeignete fertige Beikost sind möglich; Salz, Zucker, Honig, rohe tierische Lebensmittel und ganze Nüsse gehören nicht in Säuglingsmahlzeiten.

Weitere Breie und Getränke

Etwa einen Monat später kommt meist ein Milch-Getreide-Brei hinzu, danach ein Getreide-Obst-Brei. Die Reihenfolge der beiden ist nicht entscheidend. Auch die Tageszeit kann die Familie passend zu ihrem Alltag wählen. Muttermilch wird weiter nach Bedarf angeboten; nicht gestillte Kinder erhalten weiterhin Säuglingsanfangsnahrung.

Mit der Einführung des dritten Breis braucht ein gesundes Baby zusätzlich Flüssigkeit. Am besten eignet sich Trinkwasser aus einem offenen Becher. Saft, gesüßte Tees und andere süße Getränke sind nicht nötig. Bei veganer Ernährung, Gedeihstörungen, Frühgeburt oder bekannten Allergien ist eine individuelle kinderärztliche und qualifizierte ernährungstherapeutische Begleitung wichtig.

Ausführliche Rezepte und Mengen nennt das Netzwerk Gesund ins Leben.

Aktualisiert am 14. August 2026

Quelle: bzfe.de