Selbstversorgung mit Obst und Gemüse: Deutschland bleibt importabhängig

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

BZL erklärt Unterschiede zwischen Kulturen, Saison und ganzjähriger Nachfrage

Der Selbstversorgungsgrad zeigt rechnerisch, wie viel der im Inland verbrauchten Menge durch die heimische Landwirtschaft erzeugt wird. Ein Wert von 100 Prozent bedeutet, dass Produktion und Verbrauch gleich groß sind. Er sagt jedoch nicht, dass ausschließlich heimische Ware gekauft oder auf Importe verzichtet wird.

Selbstversorgungsgrad mit Obst und Gemüse in Deutschland

Große Unterschiede zwischen den Kulturen

Nach aktuellen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft lag der Selbstversorgungsgrad 2024 bei Gemüse bei 40 Prozent und bei Obst bei 18 Prozent. Die früher für einen Fünfjahresdurchschnitt genannten Werte von 37 beziehungsweise 20 Prozent zeigen, dass die Größenordnung trotz jährlicher Ernteschwankungen ähnlich niedrig blieb.

Bei einzelnen Gemüsearten ist die heimische Versorgung deutlich höher. Kohl, Möhren, Zwiebeln oder Spargel werden in Deutschland in größerem Umfang angebaut, während bei Tomaten und vielen Obstarten ein erheblicher Teil aus dem Ausland stammt. Beim Spargel lag der Selbstversorgungsgrad 2025 bei 82,4 Prozent.

Warum Deutschland viel Obst und Gemüse importiert

Obst und Gemüse beanspruchen nur einen kleinen Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Viele Kulturen sind arbeitsintensiv, saisonabhängig und unter deutschen Klimabedingungen nicht ganzjährig verfügbar. Zudem erwarten Verbraucherinnen und Verbraucher über das ganze Jahr eine große Auswahl. Importe ergänzen deshalb die heimische Erzeugung – auch bei Produkten, die grundsätzlich in Deutschland wachsen.

Die Gesamtbilanz für weitere Produktgruppen zeigt der Selbstversorgungsgrad bei Lebensmitteln in Deutschland 2024. Herkunft und Mengen wichtiger Importgemüse dokumentieren die Gemüseimporte 2024; die Produktionsseite ergänzt die Gemüseernte 2024.

Aktualisiert am 17. August 2026. Bearbeitung: food-monitor / KI.

Quellenorganisation: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL).

Quelle: landwirtschaft.de