Der Selbstversorgungsgrad zeigt, in welchem Umfang die heimische Erzeugung den rechnerischen Verbrauch eines Lebensmittels decken kann.

In Deutschland lag der Selbstversorgungsgrad mit Nahrungsmitteln im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre bei rund 85 Prozent.
Dieser Durchschnitt verdeckt große Unterschiede zwischen den Produktgruppen. Bei Zucker, Kartoffeln und Fleisch lag die heimische Erzeugung über dem rechnerischen Bedarf. Obst und Gemüse mussten dagegen überwiegend importiert werden. Beim Gemüse wurde 2024 erstmals seit der Jahrtausendwende wieder ein Selbstversorgungsgrad von 40 Prozent erreicht. Bei Honig sank der Wert gegenüber 2023 um fünf Prozentpunkte.
Ein Selbstversorgungsgrad von 100 Prozent oder mehr bedeutet nicht, dass ausschließlich heimische Ware angeboten und nichts importiert wird. Die Kennzahl ist eine Versorgungsbilanz: Deutschland kann gleichzeitig bestimmte Qualitäten oder Teilstücke einführen und andere ausführen. Auch Lagerbestände, Verarbeitung und unterschiedliche Vermarktungswege beeinflussen die Bilanz.
Wie stark Deutschland bei einzelnen Gemüsearten von Einfuhren abhängt, zeigt der Beitrag Gemüseimporte 2024: Woher Deutschland Tomaten, Gurken und Salat bezieht.
Ausführliche Erläuterungen und die zugrunde liegenden Versorgungsbilanzen stellt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft auf landwirtschaft.de bereit.
Aktualisiert am 14. August 2026
Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL), landwirtschaft.de / food-monitor / KI
