Der intensive Duft von Rosmarin weckt Erinnerungen an mediterrane Landschaften und Sommertage.

In der italienischen und französischen Küche gehört Rosmarin zu den klassischen Küchenkräutern.
Das Kraut überzeugt mit einem kräftig-würzigen Aroma, das harzige Noten mit einer feinen pfeffrigen Schärfe verbindet. Es verfeinert Pizza oder Focaccia ebenso wie Ratatouille oder Pesto und ist ein fester Bestandteil der „Kräuter der Provence“. Besonders harmonisch passt es zu Olivenöl, Knoblauch sowie Ziegen- und Schafskäse. Auch Fleisch, Fisch, Pilze und mediterranes Gemüse wie Zucchini oder Tomaten gewinnen durch das intensive Aroma. Selbst Desserts lassen sich mit Rosmarin raffiniert abrunden – etwa als Sirup zu Eiscreme, im Schokoladenmousse oder als Rosmarin-Karamell zu gegrilltem Obst.
Ein echter Klassiker sind Rosmarinkartoffeln: Kleine bis mittelgroße Kartoffeln werden längs halbiert, mit Öl, Rosmarin, Salz und Pfeffer mariniert und anschließend bei 200 Grad Celsius rund 30 Minuten lang im Ofen goldbraun und knusprig gebacken.
Rosmarin kann sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden. Getrocknet schmeckt das Kraut besonders intensiv und leicht herb. Da es sein Aroma lange behält, darf es problemlos mitgaren. Dabei entfaltet es auch seinen charakteristischen Geschmack. Allerdings sollte er sparsam dosiert werden, um andere Zutaten geschmacklich nicht zu überdecken.
Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und prägt vielerorts das Landschaftsbild des Mittelmeerraums. Der dicht verzweigte Strauch mit nadelförmigen Blättern kann bis zu zwei Meter hoch werden. Während die Blattoberseite hell- bis dunkelgrün glänzt, erscheint die eingerollte Unterseite durch feine weißliche Haare graugrün. Angebaut wird Rosmarin unter anderem in Frankreich, Spanien und Portugal. Bei der Ernte von April bis September werden die Triebspitzen abgeschnitten.
Nicht nur als Küchenzutat, sondern auch als Heilpflanze hat Rosmarin eine lange Tradition. Bereits im Mittelalter fand er seinen Platz in Klostergärten. Bis heute wird er unter anderem zur Anregung von Herz und Kreislauf, bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen eingesetzt. Zu den wichtigen Inhaltsstoffen zählen Gerb- und Bitterstoffe sowie die ätherischen Öle Cineol und Campher.
Im Handel ist Rosmarin als frische Zweige, Topfpflanze oder getrocknete „Rosmarinnadeln“ erhältlich – ganz, geschnitten oder gemahlen. Frisch duftet es intensiv und aromatisch. In ein feuchtes Küchentuch gewickelt, hält er sich einige Tage lang im Gemüsefach des Kühlschranks. Getrockneter Rosmarin bleibt bei kühler, dunkler und luftdichter Lagerung über mehrere Monate aromatisch.
Heike Kreutz, bzfe.de
Rezept: Rosmarin-Gnocchi mit Zucchini, Tomaten und Schafskäse

Zutaten für 4 Portionen
- 800 g frische Gnocchi aus dem Kühlregal
- 2 kleine Zucchini (zusammen etwa 500 g)
- 300 g Kirschtomaten
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Zweige frischer Rosmarin
- 3 EL Olivenöl
- 1 Bio-Zitrone
- 150 g Schafskäse
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Zucchini und Tomaten waschen. Die Zucchini längs halbieren und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, die Tomaten halbieren. Knoblauch schälen und fein hacken.
- Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Nadeln fein hacken. Die Zitrone heiß waschen, die Schale fein abreiben und 2 EL Saft auspressen.
- 2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Gnocchi darin bei mittlerer bis hoher Hitze 7 bis 8 Minuten rundherum goldbraun braten. Anschließend aus der Pfanne nehmen.
- Das übrige Olivenöl in die Pfanne geben. Zucchini darin bei mittlerer bis hoher Hitze 5 Minuten braten. Tomaten, Knoblauch und Rosmarin zufügen und weitere 3 Minuten garen.
- Die Gnocchi zurück in die Pfanne geben. Zitronenabrieb und Zitronensaft unterheben und alles 2 Minuten erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Den Schafskäse über die Gnocchi-Pfanne bröseln und unmittelbar servieren.
Serviervorschlag: Die Gnocchi auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit einigen Rosmarinnadeln aus dem Rezept garnieren.
Rezept: food-monitor / KI
