Aprikosen sind süß-säuerliche Steinfrüchte für die sommerliche Küche.

Die Aprikose, in Österreich und Teilen Süddeutschlands auch Marille genannt, schmeckt frisch und eignet sich für Kuchen, Kompott, Konfitüre oder Marillenknödel. Herzhaft harmoniert sie beispielsweise mit Curry, Ziegenkäse, Thymian, Couscous oder Blattsalat.
Herkunft und Saison
Aprikosen (Prunus armeniaca) gehören wie Pfirsiche, Pflaumen und Kirschen zur Familie der Rosengewächse. Die Art hat ihren Ursprung wahrscheinlich in Zentralasien und China; der botanische Name ist daher kein Beleg für eine alleinige Herkunft aus Armenien.
Heute werden Aprikosen in vielen warmen, eher trockenen Regionen angebaut. In Europa stammen große Mengen aus Mittelmeerländern. Kleine heimische Anbaugebiete liegen in geschützten Lagen, etwa in Weinbauregionen. Je nach Herkunft und Witterung reicht die Hauptsaison ungefähr von Juni bis August.
Aussehen und Geschmack
Die Früchte sind rundlich bis oval und je nach Sorte hellgelb bis kräftig orange, manchmal mit roter Deckfarbe. Eine Längsnaht teilt die Frucht optisch. Die Haut kann glatt oder fein samtig sein. Reife Aprikosen duften aromatisch und geben bei sanftem Druck leicht nach. Die Farbe allein ist kein zuverlässiges Reifezeichen.
Anders als Erdbeeren oder Kirschen zählen Aprikosen zu den nachreifenden Früchten. Bei Zimmertemperatur können sie noch weicher und aromatischer werden. Sehr unreif geerntete Früchte entwickeln jedoch häufig weniger Süße und Aroma als am Baum gereifte Ware. Reife Aprikosen gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Aprikosen liefern Wasser, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und unter anderem Carotinoide. Nährstoffgehalte schwanken mit Sorte, Reife und Lagerung. Aussagen wie „kalorienarm“ oder „gut bekömmlich“ sind kein Ersatz für die individuelle Verträglichkeit; bei empfindlicher Verdauung kann auch Steinobst Beschwerden auslösen.
Den Stein nicht mitessen
Der harte Stein wird vor der Verarbeitung entfernt. Der darin liegende Samen kann – besonders bei bitteren Aprikosenkernen – Amygdalin enthalten, aus dem im Körper giftige Blausäure freigesetzt wird. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, bittere Aprikosenkerne höchstens in sehr kleinen Mengen zu essen oder ganz darauf zu verzichten; Kinder sollen sie nicht verzehren. Aprikosenkerne sind weder ein Krebsmedikament noch zur Selbstbehandlung geeignet. Was bei einem von selbst gespaltenen Stein zu beachten ist, erläutert Pfirsich mit gespaltenem Stein: essbar oder entsorgen?.
Beim Einkauf auf pralle, unbeschädigte Früchte ohne Schimmel oder gärigen Geruch achten. Aprikosen vorsichtig transportieren, erst kurz vor dem Essen waschen und Druckstellen zügig verarbeiten. Schimmelige Früchte vollständig entsorgen.
Passende Beiträge sind „Süße, sonnengelbe Steinfrüchte: Mirabellen und Renekloden“ sowie das Rezept „Aprikosen-Haselnuss-Cake-Pops ohne Zucker“.
Aktualisiert am 14. August 2026
Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de / food-monitor
Rezept: Aprikosen-Ziegenkäse-Tarte mit Honig und Thymian

Zutaten für 4 Portionen
- 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal (etwa 275 g)
- 500 g reife, feste Aprikosen
- 150 g Ziegenfrischkäse, für Schwangere aus pasteurisierter Milch
- 2 frische Eier (Größe M)
- 100 ml Schlagsahne
- 2 EL flüssiger Honig
- 1 TL frische Thymianblättchen
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 180 °C Umluft vorheizen. Blätterteig mit dem Backpapier in eine Tarteform von etwa 26 cm Durchmesser legen, den Rand andrücken und den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Aprikosen und Thymian unter fließendem Wasser gründlich waschen und trocknen. Aprikosen halbieren und die Steine vollständig entfernen. Ziegenfrischkäse, Eier, Sahne, 1 EL Honig und die Hälfte des Thymians glattrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nach Kontakt mit rohem Ei Hände und Arbeitsgeräte reinigen.
- Käsemasse auf dem Blätterteig verteilen. Aprikosenhälften mit der Schnittfläche nach oben daraufsetzen.
- Tarte auf der unteren Schiene 30 bis 35 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und die Füllung vollständig gestockt ist.
- Tarte 10 Minuten ruhen lassen, mit dem übrigen Honig beträufeln und mit dem restlichen Thymian bestreuen.
Serviervorschlag: Lauwarm mit einem schlichten grünen Blattsalat servieren.
Allergene: Gluten, Milch und Ei. Blätterteig kann je nach Produkt weitere Allergene enthalten; Kennzeichnung prüfen.
Aufbewahrung: Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 1 bis 2 Tagen verbrauchen. Vor dem Essen vollständig durcherhitzen.
Rezept: food-monitor / KI
