Was ist Jaromakohl bzw. Urkohl? 

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Jaromakohl: flacher Weißkohl unter einem Markennamen

Weißkohl als Vergleich zu Jaromakohl
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Jaroma ist ein Markenname für einen flach-runden Weißkohltyp mit lockererem Aufbau und vergleichsweise zarten Blättern. Die Bezeichnung „Urkohl“ ist eine Vermarktungsbeschreibung, keine eigene botanische Art oder wissenschaftlich definierte Kulturgruppe.

Mild und schnell gegart

Die dünneren Blätter schmecken mild bis leicht süßlich. Sie eignen sich für Rohkost, Pfannengerichte, Suppen und Kohlrouladen. Wegen ihrer Struktur garen sie meist schneller als die dichten Blätter vieler klassischer Weißkohlsorten.

Für Rouladen lassen sich sehr zarte Blätter manchmal ohne Vorgaren rollen. Sind Mittelrippen fest oder brechen die Blätter, werden sie kurz blanchiert. Eine pauschale Regel, Blanchieren sei nie nötig, wäre unzuverlässig.

Verträglichkeit und Nährstoffe

Jaromakohl liefert ähnlich wie anderer Weißkohl Vitamin C, Folat, Kalium, Ballaststoffe und Senfölglykoside. Er ist nicht für jeden automatisch bekömmlicher. Auch zarte Kohlsorten können bei empfindlichen Menschen Blähungen auslösen; kleinere Portionen und ausreichendes Garen helfen oft bei der Gewöhnung.

Einkauf und Lagerung

Frische Köpfe sind fest und frei von welken, schmierigen oder schimmeligen Stellen. Im Gemüsefach bleibt ein ganzer Kopf meist etwa eine Woche, je nach Frische auch länger. Angeschnittener Kohl wird an der Schnittfläche abgedeckt und innerhalb weniger Tage verbraucht.

Einen Vergleich bietet „Weißkohl: lagerfähiger Klassiker“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern / food-monitor



Rezept: Jaromakohl-Rouladen mit Linsen-Reis-Füllung

Jaromakohl-Rouladen mit Linsen-Reis-Füllung in Tomatensoße
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 Jaromakohl (etwa 1 kg)
  • 100 g Langkornreis
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 1 EL Rapsöl
  • 250 g gegarte braune Linsen, abgetropft
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 400 g gehackte Tomaten (Dose)
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  1. Acht große Blätter vorsichtig vom Jaromakohl lösen, waschen und trocken tupfen. Die dicken Blattrippen mit einem Messer flach schneiden. Die Blätter 1 bis 2 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken und gut abtropfen lassen; so lassen sie sich sicher rollen. Vom übrigen Kohl 250 g fein schneiden.
  2. Den Reis mit 200 ml Gemüsebrühe aufkochen und zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten garen. Anschließend etwas abkühlen lassen.
  3. Zwiebel und Möhre schälen und fein würfeln. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Möhre und den fein geschnittenen Jaromakohl darin 5 Minuten anbraten und abkühlen lassen.
  4. Reis, Gemüse, Linsen, Ei, Senf und Thymian vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Füllung auf die acht Kohlblätter verteilen, die Seiten einschlagen und die Blätter fest aufrollen.
  5. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Gehackte Tomaten mit den übrigen 100 ml Gemüsebrühe und Paprikapulver verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in eine Auflaufform geben. Die Rouladen mit der Nahtseite nach unten hineinsetzen.
  6. Die Form abdecken und die Rouladen auf der mittleren Schiene 35 Minuten garen. Anschließend die Abdeckung entfernen und weitere 10 Minuten backen, bis die Kohlblätter zart und leicht gebräunt sind.

Serviervorschlag: Je zwei Jaromakohl-Rouladen mit der Tomatensoße auf vorgewärmten Tellern anrichten.

Allergene: Enthält Ei, Senf und möglicherweise Sellerie in der Gemüsebrühe.

Rezept: food-monitor / KI