Weißkohl für die Winterküche: rund, zartgrün und mild-würzig

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Weißkohl ist ein lagerfähiges Wintergemüse für Salate, Suppen, Eintöpfe und Kohlrouladen.

Weißkohl, angeschnittener Kopf und Sauerkraut
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Weißkohl liefert unter anderem Ballaststoffe, Vitamin C, Folat und Kalium. Beim Erhitzen kann ein Teil des empfindlichen Vitamin C verloren gehen. Die frühere Aussage, Vitamin C werde erst durch Kochen freigesetzt, war zu pauschal. Anthocyane sind vor allem für die rote Farbe von Rotkohl verantwortlich und kein typisches Merkmal von Weißkohl.

Roh, gegart oder fermentiert

Fein gehobelter Weißkohl passt zu Apfel, Möhre, Paprika und Sellerie. Salzen und Kneten macht die Blätter weicher. Für Suppen und Pfannengerichte wird Kohl in Streifen geschnitten und nur bis zur gewünschten Bissfestigkeit gegart. Große, blanchierte Blätter eignen sich für Kohlrouladen.

Sauerkraut entsteht durch Milchsäuregärung unter kontrollierten Bedingungen. Wer selbst fermentiert, sollte ein erprobtes Rezept, saubere Gefäße und die richtige Salzkonzentration verwenden.

Vorbereiten und lagern

Äußere beschädigte oder verschmutzte Blätter entfernen. Den Kopf vor dem Schneiden unter Trinkwasser abspülen, vierteln und den Strunk keilförmig entfernen. Gewürze wie Kümmel, Fenchel oder Anis verändern den Geschmack, garantieren aber nicht, dass Kohl für jede Person besser verträglich ist.

Frische Köpfe sind fest, schwer und ohne faulige Stellen. Ganze Köpfe lagern im Gemüsefach häufig mehrere Wochen. Angeschnittenen Kohl abdecken, kühlen und innerhalb weniger Tage verbrauchen. Weitere Hinweise bietet der Beitrag Weißkohl lagern, zubereiten und frisch genießen.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor



Rezept: Vegetarische Weißkohlrouladen mit Reis und Gemüse

Vegetarische Weißkohlrouladen mit Reis-Gemüse-Füllung in Tomatensoße
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 großer Weißkohl
  • 150 g Langkornreis
  • 250 g Champignons
  • 1 Möhre
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 3 EL gehackte Petersilie
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Reis in Salzwasser 10 Minuten vorkochen, abgießen und für die unmittelbare Weiterverarbeitung kurz ausdampfen lassen.
  2. Acht große Blätter lösen. In kochendem Salzwasser 3 bis 4 Minuten blanchieren, kalt abschrecken und abtropfen lassen. Dicke Blattrippen flach schneiden.
  3. Champignons, Möhre und Sellerie gründlich putzen und würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken.
  4. 1 EL Öl erhitzen. Gemüse 6 bis 8 Minuten anbraten. Reis, Paprikapulver und Petersilie untermischen und würzen.
  5. Füllung auf die Kohlblätter verteilen, Seiten einschlagen und fest aufrollen. Übriges Öl erhitzen und Rouladen rundherum etwa 5 Minuten leicht anbraten.
  6. Tomatenmark kurz mitrösten. Tomaten und Brühe angießen, aufkochen und Rouladen zugedeckt bei niedriger Hitze 30 bis 35 Minuten schmoren. Einmal vorsichtig wenden.
  7. Soße abschmecken und Rouladen heiß servieren. Reste rasch abkühlen, abgedeckt kühlen und am nächsten Tag vollständig durcherhitzen.

Serviervorschlag: Dazu passen Salzkartoffeln oder Bauernbrot.

Allergenhinweis: Enthält Sellerie. Gemüsebrühe kann weitere Allergene und Bauernbrot glutenhaltiges Getreide enthalten.

Rezept: food-monitor / KI