Deutschlands Appetit auf Fisch wächst – aktuelle FIZ-Marktdaten 2025

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Meeresfrüchten ist 2025 in Deutschland auf 13,9 Kilogramm Fanggewicht gestiegen.

Hamburg, 10. September 2026. Nach den aktuellen Marktdaten des Fisch-Informationszentrums lag der Verbrauch damit rund 13 Prozent über dem Vorjahreswert von 12,3 Kilogramm.

Die Rangfolge der beliebtesten Fischarten führt Lachs mit einem Anteil von 19,2 Prozent an. Es folgen Alaska-Seelachs mit 18,5 Prozent, Thunfisch mit 13,9 Prozent, Hering mit 9,7 Prozent und Garnelen mit 9,3 Prozent.

Warum eine breitere Artenwahl beim Einkauf sinnvoll sein kann, erläutert ergänzend „Fischvielfalt beim Konsum kann Bestände entlasten“. Die Marktanteile allein erlauben keine Bewertung der Nachhaltigkeit eines einzelnen Fischbestands.

Der klassische Lebensmitteleinzelhandel blieb 2025 der wichtigste Einkaufsort: 89 Prozent der privaten Haushaltskäufe entfielen auf diesen Absatzweg. Discounter erreichten 49 Prozent, Supermärkte mit Vollsortiment 26 Prozent und Verbrauchermärkte 14 Prozent. Der Fischfachhandel kam auf vier Prozent.

Der Preisindex für Fisch und Fischwaren lag 2025 bei 130,2 Punkten auf Basis des Jahres 2020. Der Index für Nahrungsmittel insgesamt lag mit 135,9 Punkten höher. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte der Fischpreisindex 133,3 Punkte, während Nahrungsmittel insgesamt bei 137,7 Punkten lagen.

Die Einkaufsmenge privater Haushalte ging dagegen zurück. Sie lag 2025 bei 5,1 Kilogramm Produktgewicht pro Kopf und damit 5,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 5,4 Kilogramm.

Der Pro-Kopf-Verbrauch in Fanggewicht umfasst auch den Außer-Haus-Bereich und ist nicht mit dem Produktgewicht der privaten Haushaltseinkäufe gleichzusetzen. Die Vorjahresmeldung hatte für 2024 vorläufig 12,8 Kilogramm Fanggewicht genannt; die neue FIZ-Mitteilung verwendet 12,3 Kilogramm. Eine Erklärung für diese Datenänderung enthält sie nicht.

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In Bremen und Hamburg lag der Verbrauch 21,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, im Saarland 22,6 Prozent darunter.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Fisch und Meeresfrüchte in Deutschland weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Entscheidend für die Nachfrage sind neben den Preisen insbesondere die Verfügbarkeit und ein attraktives Angebot“, erklärt Julia Steinberg-Böthig vom Fisch-Informationszentrum.

Zum Vergleich: Die Marktdaten des Vorjahres sind ebenfalls bei food-monitor dokumentiert.
Deutschlands beliebteste Fischarten 2025
Fischkonsum 2025 im Vergleich der Bundesländer

Quelle: fischinfo.de