food-monitor: Greentable ersetzt sein bisheriges Siegel durch die Initiative Gastro for Future. Angaben der Betriebe werden auf Plausibilität geprüft; eine unabhängige Nachhaltigkeitszertifizierung ist das ausdrücklich nicht.
Greentable richtet seine Nachhaltigkeitskommunikation neu aus und führt die Initiative „Gastro for Future“ ein.
Das bisherige Greentable-Siegel wird nicht fortgeführt. Statt einer Zertifizierung sollen konkrete Maßnahmen teilnehmender Gastronomiebetriebe transparent dargestellt werden.
Grundlage der Initiative sind zwölf Ziele für eine nachhaltige Gastronomie in den Bereichen Einkauf, Umwelt und Gesellschaft. Sie sollen Restaurants, Cafés, Hotels, Kantinen und weiteren Betrieben Orientierung für die schrittweise Weiterentwicklung geben.
Teilnehmende Betriebe legen über Selbstauskünfte dar, in welchen Bereichen sie bereits aktiv sind. Greentable nimmt eine Plausibilitätsprüfung vor; eine unabhängige Zertifizierung oder ein Nachhaltigkeitssiegel ist „Gastro for Future“ ausdrücklich nicht.
Die Betriebe verpflichten sich, ihre Angaben regelmäßig zu aktualisieren. Auf der Greentable-Website werden sie mit Profil und Informationen zu ihrem Nachhaltigkeitsengagement vorgestellt. Urkunde, Fensteraufkleber und digitale Vorlagen sollen die Teilnahme gegenüber Gästen sichtbar machen.
Mit der Neuausrichtung reagiert der Verein auch auf strengere Anforderungen an Umweltaussagen und freiwillige Nachhaltigkeitskennzeichen durch die europäische EmpCo-Richtlinie.
Eine andere praktische Folge der EmpCo-Umstellung beschreibt „EmpCo-Richtlinie: HDE warnt vor unnötiger Warenvernichtung“. Dort geht es um bereits produzierte Handelsware und die Position des HDE; der Beitrag bewertet nicht die hier vorgestellte Initiative.
