Sarkopenische Adipositas betrifft etwa jeden zehnten älteren Menschen

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Eine Metaanalyse schätzt, dass rund zehn Prozent der älteren Menschen von sarkopenischer Adipositas betroffen sind.

Dabei treten stark verminderte Muskelmasse und -kraft gemeinsam mit Adipositas auf. Die Kombination kann das Risiko für Stürze, Krankenhausaufenthalte, Behinderungen und Sterblichkeit erhöhen.

Für die Auswertung wurden 37 Beobachtungsstudien berücksichtigt, die bis Juli 2023 veröffentlicht worden waren. Die zusammengefasste Häufigkeit lag bei zehn Prozent; das 95-Prozent-Konfidenzintervall reichte von acht bis zwölf Prozent. Für Männer und Frauen ergab sich jeweils derselbe Schätzwert.

Die Studien unterschieden sich allerdings sehr stark voneinander. Zudem bewerteten die Forschenden die meisten eingeschlossenen Untersuchungen mit einem hohen Verzerrungsrisiko und fanden Hinweise auf Publikationsverzerrungen. Der Zehn-Prozent-Wert ist deshalb als grobe Schätzung und nicht als allgemein gültige Häufigkeit zu verstehen.

Unterschiedliche Studiensituationen und Kriterien für Adipositas trugen zu den Abweichungen bei. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Muskelgesundheit und Körperzusammensetzung bei älteren Menschen gemeinsam betrachtet werden sollten.

Ergänzend erläutert der VDBD, warum Muskelgesundheit bei medikamentöser Gewichtsbehandlung mitgedacht werden sollte. Dabei geht es um die Begleitung einer Gewichtsabnahme; die hier dargestellte Metaanalyse untersucht dagegen sarkopenische Adipositas bei älteren Menschen.

Eine ergänzende Beratungsperspektive zu Ernährung im Alter bietet Diabetes im Alter: Mangelernährung beginnt oft leise. Dieser Beitrag behandelt Mangelernährung bei Diabetes und damit eine andere Fragestellung als die hier ausgewerteten Studien.

Originalstudie und bibliografische Angaben bei PubMed

Quelle: deutschesgesundheitsportal.de