In der Küche Süßholz raspeln

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Süßholz würzt süße und herzhafte Speisen mit einer intensiven, feinherben Lakritznote.

Getrocknete Süßholzwurzel
Foto: Susanne Hillmer auf Pixabay

Süßholz ist die getrocknete Wurzel von Glycyrrhiza glabra, einer Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Viele kennen das Aroma aus Lakritz und Kräutertee. In der Küche passt es in sehr kleinen Mengen zu Kompott, Eis, Gebäck und Schokolade, aber auch zu Suppen, Soßen, Kürbis, Möhren oder kräftigen Schmorgerichten.

Die fachliche Abgrenzung der ähnlich klingenden Begriffe erläutert „Würze oder Gewürz: Was ist der Unterschied?“.

Wie wird Süßholz dosiert?

Süßholz ist deutlich intensiver als gewöhnliche Gewürze. Pulver wird messerspitzenweise dosiert; pauschale Mengen von ein oder zwei Teelöffeln können je nach Produkt bereits viel zu hoch sein. Ganze Wurzelstücke lassen sich kurz mitgaren und werden vor dem Servieren entfernt. Verwendet wird ausschließlich als Lebensmittel gekennzeichnete Ware.

Das Aroma passt zu Anis und warmen Gewürzen. Unterschiede erklärt „Sternanis und Anis: Kennen Sie den Unterschied?“. Eine weitere intensiv zu dosierende Zutat ist die „Tonkabohne: Exotisches Gewürz mit Vanillearoma“.

Glycyrrhizin kann Blutdruck und Mineralstoffhaushalt beeinflussen

Der süße Geschmack stammt vor allem von Glycyrrhizin. Bei regelmäßig hoher Aufnahme kann es zu Natriumanreicherung, Kaliumverlust, Wassereinlagerungen, Muskelschwäche und erhöhtem Blutdruck kommen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, die Aufnahme auf unter 100 mg Glycyrrhizin pro Tag zu begrenzen.

Wie viel Glycyrrhizin eine Messerspitze Pulver liefert, lässt sich ohne Produktangabe nicht zuverlässig bestimmen. Deshalb nur sehr sparsam und nicht täglich verwenden. Menschen mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion sowie Schwangere sollten größere und regelmäßige Mengen meiden und individuelle medizinische Hinweise beachten. Für Kinder ist Süßholz als regelmäßiges Gewürz nicht geeignet.

Einkauf und Lagerung

Süßholzwurzel gibt es ganz, geschnitten oder gemahlen. Die Verpackung sollte Anwendung und gegebenenfalls Warnhinweise nennen. Trocken, kühl, lichtgeschützt und luftdicht gelagert bleibt das Aroma am besten erhalten.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026



Rezept: Birnenkompott mit einem Hauch Süßholz

Warmes Birnenkompott mit Joghurt und Hafergebäck
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g reife Birnen
  • 250 ml naturtrüber Apfelsaft
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 kleine Messerspitze Süßholzpulver in Lebensmittelqualität
  • 1 TL Speisestärke
  • 200 g Naturjoghurt
  • 8 kleine Haferkekse

Zubereitung

  1. Birnen gründlich waschen, vierteln, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Apfelsaft, Zitronensaft, Vanillezucker und eine kleine Messerspitze Süßholzpulver aufkochen. Birnen zufügen und 8 bis 10 Minuten sanft garen. Nicht mit weiterem Süßholz nachwürzen.
  3. Speisestärke mit 1 EL kaltem Wasser glatt rühren, in das Kompott geben und 1 Minute aufkochen. Leicht abkühlen lassen.
  4. Kompott mit Joghurt anrichten und die zerbrochenen Haferkekse kurz vor dem Servieren darüberstreuen.

Serviervorschlag: Lauwarm oder gut gekühlt genießen.

Hinweis zu Allergenen und Lebensmittelsicherheit: Das Rezept enthält Milch und je nach Haferkeksen Gluten. Für Kinder, Schwangere und Menschen mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion das Süßholz weglassen; alternativ passt eine Prise Ceylon-Zimt. Gekühlte Portionen rasch abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

Rezept: food-monitor / KI


Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 7. September 2026

Quelle: bzfe.de