Darf man Aufgetautes wieder einfrieren?

Wiedereinfrieren hängt von Lebensmittel und Temperaturverlauf ab

Tiefkühlkost zum sicheren Auftauen im Kühlschrank
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Einfrieren stoppt das Wachstum vieler Mikroorganismen, tötet sie aber nicht zuverlässig ab. Beim Auftauen können sie sich wieder vermehren. Deshalb ist nicht allein die Zahl der Gefriervorgänge entscheidend, sondern wie lange und bei welcher Temperatur das Lebensmittel aufgetaut war.

Die passenden Auftauwege für rohe tierische Lebensmittel, fertige Speisen, Backwaren und Gemüse fasst der Ratgeber Lebensmittel sicher auftauen: Kühlschrank, Mikrowelle oder direkt garen zusammen.

Für Obst und Gemüse erläutert der Beitrag Tipps zum Einfrieren von Obst und Gemüse Vorbereitung, Verpackung und Verwendung.

Zuerst Verpackungshinweise beachten

Steht auf einem Produkt „nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren“, gilt dieser Hinweis. Das Wiedereinfrieren macht eine bereits unterbrochene Kühlkette nicht rückgängig und setzt die Haltbarkeit nicht zurück. Bei unbekanntem Temperaturverlauf oder auffälligem Geruch, Aussehen oder einer beschädigten Verpackung wird das Lebensmittel nicht weiterverwendet.

Rohes Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte

Diese empfindlichen Lebensmittel werden abgedeckt im Kühlschrank aufgetaut. Auftauflüssigkeit darf nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen; Hände, Schale und Arbeitsflächen werden anschließend gründlich gereinigt. Vollständig aufgetaute rohe Ware wird vor einem erneuten Einfrieren vollständig durchgegart. Das gegarte Gericht wird rasch abgekühlt, portionsweise verpackt und zügig eingefroren.

Brot, Obst, Gemüse und gegarte Speisen

Brot und trockene Backwaren können bei einwandfreiem Zustand häufig erneut eingefroren werden, auch wenn die Qualität leiden kann. Bei Obst und Gemüse ist der Temperaturverlauf maßgeblich; angetaute Ware mit Eiskristallen wird möglichst rasch wieder tiefgekühlt oder zeitnah verarbeitet.

Gegarte Speisen wie Eintöpfe oder Aufläufe kommen nur dann erneut in den Gefrierschrank, wenn sie durchgehend gekühlt waren. Nach dem Erhitzen werden sie nicht lange bei Raumtemperatur stehen gelassen, sondern rasch abgekühlt und in kleinen Portionen eingefroren.

Speiseeis nicht erneut einfrieren

Vollständig aufgetautes Speiseeis wird entsorgt. Die weiche Masse bietet günstige Bedingungen für Keimwachstum; ein zweites Gefrieren macht sie nicht wieder sicher.

Qualität kann nachlassen

Auch hygienisch vertretbares Wiedereinfrieren kann Geschmack und Konsistenz verändern. Weitere Eiskristalle schädigen die Zellstruktur; Brot kann trockener, Obst und Gemüse weicher werden. Deshalb werden von Anfang an passende Portionen eingefroren.

Quellen