Wie viel Jod liefern Ostereier?

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Ein Ei kann zur Jodversorgung beitragen – sein Jodgehalt hängt allerdings stark vom Futter der Legehennen ab.

Gefärbte Ostereier
Foto: NickyPe, Pixabay

Ein Hühnerei der Größe L enthält nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung im Mittel etwa 35 Mikrogramm Jod. Bezogen auf den Referenzwert von 150 Mikrogramm pro Tag für Erwachsene entspricht das rund 23 Prozent. Der größte Anteil befindet sich im Eigelb.

Der Wert ist keine feste Produkteigenschaft: Wie viel Jod ein Ei liefert, wird vor allem durch die Jodmenge im Hühnerfutter beeinflusst. Herkunft, Haltung und Fütterung können deshalb zu Schwankungen führen. Ein einzelnes Ei garantiert nicht, dass der Tagesbedarf gedeckt ist.

Warum Jod wichtig ist

Jod wird für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt. Diese steuern unter anderem den Stoffwechsel und sind für Wachstum sowie die Entwicklung des Nervensystems wichtig. Nach aktuellen Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung haben etwa 32 Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine zu geringe Jodzufuhr. Das bedeutet nicht, dass bei allen Betroffenen bereits ein klinischer Jodmangel vorliegt.

Mehrere Jodquellen kombinieren

Zur Versorgung tragen vor allem Seefisch, Milch und Milchprodukte sowie Eier bei. Bei tierischen Lebensmitteln hängt der Gehalt teilweise von der Fütterung ab. Brot, Backwaren, Wurst und andere verarbeitete Lebensmittel liefern nur dann zusätzlich Jod, wenn sie mit Jodsalz hergestellt wurden. Bei verpackter Ware steht das in der Zutatenliste; bei loser Ware kann beim Verkaufspersonal nachgefragt werden.

Pflanzliche Milch- oder Fleischalternativen sind nicht automatisch jodreich. Sie tragen nur nennenswert bei, wenn Jod zugesetzt oder Jodsalz verwendet wurde. Weitere praktische Hinweise enthält der Beitrag „Jodversorgung leicht gemacht“.

Wer sein Ei salzt, kann Jodsalz verwenden – insgesamt sollte Salz dennoch sparsam eingesetzt werden. Hoch dosierte Jodpräparate sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Bei Schilddrüsenerkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei rein pflanzlicher Ernährung sollte die individuelle Versorgung ärztlich beziehungsweise ernährungsmedizinisch abgeklärt werden.

Aktualisiert am 15. August 2026
Quelle: Dr. Birgit Jähnig, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor / KI