Plastikabgabe 2027: DUH begrüßt Plan der Bundesregierung

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Bundesweite Abgabe ist politisch geplant, aber noch nicht abschließend beschlossen

Das Bundeskabinett hat die Plastikabgabe zunächst im April 2026 in die Eckwerte für den Bundeshaushalt 2027 aufgenommen. Im Juli folgte der Regierungsentwurf für den Haushalt. Dieser sieht Einnahmen aus einer Plastiksteuer vor; der Entwurf wurde im August an Bundestag und Bundesrat weitergeleitet. Damit ist die Abgabe politisch geplant, aber noch nicht als abschließend geltendes Gesetz beschlossen.

EU-Beitrag und deutsche Abgabe sind nicht dasselbe

Seit 2021 zahlen die EU-Mitgliedstaaten einen Beitrag an den EU-Haushalt, der sich nach der Menge nicht recycelter Kunststoffverpackungsabfälle berechnet. Der Abrufsatz beträgt 80 Cent je Kilogramm. Dieser Beitrag richtet sich an die Mitgliedstaaten. Deutschland finanzierte ihn bislang aus dem Bundeshaushalt.

Die geplante nationale Regelung soll diese Belastung künftig auf Unternehmen verlagern. Wer genau abgabepflichtig wird, welche Verpackungen einbezogen werden und wie Recyclingfähigkeit oder Rezyklatanteile berücksichtigt werden, hängt von der noch ausstehenden gesetzlichen Ausgestaltung ab. Die Bezeichnung „EU-Plastiksteuer“ kann deshalb missverständlich sein: Die EU erhebt keine unmittelbar bei deutschen Verpackungsherstellern fällige Steuer.

Was die Deutsche Umwelthilfe fordert

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt den Plan grundsätzlich. Sie erwartet finanzielle Anreize, unnötige Einwegverpackungen zu vermeiden, recyclingfähige Lösungen zu fördern und Mehrweg wirtschaftlich attraktiver zu machen.

Die DUH fordert eine Abgabe von mindestens 1,20 Euro je Kilogramm und möchte auch Einwegverpackungen aus anderen Materialien einbeziehen, um Ausweichbewegungen etwa zu Verbundmaterialien zu verhindern. Das sind Forderungen des Umweltverbandes; sie geben nicht den bereits beschlossenen Inhalt eines Gesetzes wieder.

Welche weiteren Instrumente die DUH für Mehrwegsysteme vorschlägt, erläutert der Beitrag „Deutsche Umwelthilfe fordert finanzielle Förderung von Mehrwegalternativen im Verpackungsgesetz“.

Der Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2027 nennt die Einführung einer Plastiksteuer als Konsolidierungsmaßnahme. Der weitere Rechtsstand sollte nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens erneut geprüft werden.

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Aktualisiert am 17. August 2026
Quellen: Deutsche Umwelthilfe (DUH); Bundesregierung / food-monitor / KI