Emmer ist eine Spelzweizenart mit langer Anbaugeschichte

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Emmer (auch Zweikorn genannt) ist eine der ältesten kultivierten Weizenarten und rückt heute wieder stärker in den Blick von Landwirtschaft, Bäckereien und heimischen Küchen.

  • Zwei Mehle von der SchapfenMühle: SchapfenMühle Emmermehl Type 1300 und SchapfenMühle Emmervollkornmehl
  • Emmer besticht durch einen kräftig-würzigen Geschmack und liefert wertvolle Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Mineralstoffe und, als Vollkorn, Ballaststoffe.
Emmer, Weizen
Bild von Couleur auf Pixabay

Seinen Namen verdankt er den zwei Körnern, die sich pro Ährchen bilden. Schon vor über 10.000 Jahren wurde Emmer im sogenannten Fruchtbaren Halbmond bzw. Vorderasien angebaut. Von dort verbreitete er sich über den Mittelmeerraum bis ins Römische Reich und später in weite Teile Europas, sogar bis nach Irland. Mit dem Aufkommen ertragreicherer und leichter zu verarbeitender Brotweizenarten ging der Emmeranbau in Europa stark zurück, erlebt heute jedoch eine Renaissance.

Viele gute Gründe für das Retro-Getreide Emmer

Emmer ist aus vielfacher Sicht eine wertvolle Ergänzung zu den weitverbreiteten, modernen Getreidearten – zum Beispiel in Hinblick auf die Biodiversität. Durch seine Wiederentdeckung trägt Emmer zur Vielfalt auf den Feldern bei. Seine Spelzen (eine feste Hülle, die das Korn umschließt) schützen das Emmerkorn gut vor vielen Schädlingen und Umwelteinflüssen. Dadurch ist das Korn sehr robust und der Pflanzenschutzaufwand kann je nach Anbaubedingungen reduziert werden.

Weiterhin bringt Emmer Abwechslung in die Backstuben und auf unsere Teller. Er schmeckt nussig-würzig und kann für die Herstellung vielerlei Lebensmittel verwendet werden: egal, ob ganz als Zutat in Suppen, Salaten oder Bratlingen, flüssig als dunkles, würziges Emmerbier oder in gemahlener Form wie dem SchapfenMühle Emmermehl Type 1300 als perfekte Basis für Brot, Brötchen, Kräcker, Pizza, Nudeln, Süßes und so viel mehr.

Emmer und daraus hergestellte Lebensmittel liefern Eiweiß sowie Mineralstoffe und enthalten natürliche Carotinoide, die dem Korn seine charakteristische goldgelbe Farbe verleihen. Im Vergleich zu Brotweizen weist das Klebereiweiß (Gluten) in Emmer eine andere Zusammensetzung auf. Dadurch entwickeln Emmerteige ein schwächeres Klebergerüst. Für eine gute Teigstabilität sind daher häufig längere Teigruhezeiten sowie eine schonende Verarbeitung empfehlenswert.

schapfenmuehle.de