Die Erdnuss – eine eiweißreiche Nussfrucht

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Die Erdnuss: Hülsenfrucht mit nussigem Kern

Erdnüsse in der Schale
Fotolia #79661774 © Brent – Lizenznehmer: food-monitor

Botanisch ist die Erdnuss keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht. Nach der Befruchtung wachsen die Fruchtstiele in den Boden, wo sich die Hülsen mit den Samen entwickeln. In der Küche werden die Kerne wegen Geschmack und Zusammensetzung dennoch ähnlich wie Nüsse verwendet.

Eiweißreich und energiereich

Erdnüsse liefern Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Durch den hohen Fettgehalt sind sie zugleich energiereich. Ungesalzene Kerne oder Erdnussmus ohne Zucker- und Fettzusatz lassen sich gut in Currys, Eintöpfen, Salaten, Saucen und Aufstrichen einsetzen.

Rohe, geröstete oder verarbeitete Erdnüsse unterscheiden sich im Aroma. Rösten benötigt nicht zwingend zusätzliches Fett. Bei gesalzenen Snacks bestimmt vor allem die zugesetzte Salzmenge die Bewertung.

Allergie und Schimmel beachten

Erdnüsse gehören zu den 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergenen. Schon kleine Mengen können bei einer Erdnussallergie schwere Reaktionen auslösen. Betroffene müssen Erdnüsse und relevante Spurenhinweise konsequent beachten.

Beschädigte oder schlecht gelagerte Erdnüsse können von Schimmelpilzen befallen sein, die Aflatoxine bilden. Bitter, muffig oder ungewöhnlich schmeckende sowie sichtbar verschimmelte Ware wird vollständig entsorgt. Erhitzen macht Aflatoxine nicht zuverlässig unschädlich.

Die Umweltwirkung hängt von Anbauregion, Bewässerung, Ertrag, Verarbeitung und Transport ab. Einzelne globale Wasser- oder CO₂-Zahlen sind deshalb nur begrenzt vergleichbar. Mehr zur botanischen Gruppe steht in „Hülsenfrüchte: Die Eiweißlieferanten der Zukunft“.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 10. August 2026

Quellen: Verbraucherzentrale Bremen; Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) / food-monitor



Rezept: Süßkartoffel-Erdnuss-Eintopf

Süßkartoffel-Erdnuss-Eintopf mit Kichererbsen, Tomaten und Spinat
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g Süßkartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer (etwa 3 cm)
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 240 g gegarte Kichererbsen (Abtropfgewicht)
  • 100 g ungesüßtes Erdnussmus
  • 150 g junger Blattspinat
  • 1 Bio-Limette
  • 40 g ungesalzene Erdnüsse
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Süßkartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen.
  2. Rapsöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel 3 Minuten glasig dünsten. Knoblauch, Ingwer, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Chiliflocken zufügen und 1 Minute unter Rühren anrösten.
  3. Süßkartoffeln, gehackte Tomaten und Gemüsebrühe in den Topf geben. Aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Erdnussmus mit einer Kelle heißer Brühe glatt rühren und zusammen mit den Kichererbsen in den Eintopf geben. Weitere 5 Minuten offen köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.
  5. Den Spinat gründlich waschen, in den Eintopf geben und 2 Minuten zusammenfallen lassen. Die Limette heiß abwaschen, 1 TL Schale abreiben und 2 EL Saft auspressen. Beides unterrühren und den Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Die Erdnüsse grob hacken. Den Eintopf auf Schalen verteilen und mit den gehackten Erdnüssen bestreuen.

Serviervorschlag: Der Eintopf lässt sich gut vorbereiten und bei niedriger Hitze wieder erwärmen.

Allergene: Enthält Erdnüsse. Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten; Kennzeichnung beachten.

Rezept: food-monitor / KI