Spargelpflanzen auch für Nützlinge eine Delikatesse

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Spargelpflanzen bilden nach der Ernte ein hohes, verzweigtes Kraut mit kleinen Blüten.

Frische Spargelstangen
Foto: Waldemar Brandt auf Unsplash

Beim Gemüsespargel (Asparagus officinalis) werden junge Sprosse geerntet. Nach dem Ende der Stechzeit dürfen sie auswachsen. Das grüne Spargelkraut betreibt Photosynthese und lagert Reservestoffe im unterirdischen Wurzelstock ein. Diese Reserven benötigt die mehrjährige Pflanze für den Austrieb im folgenden Frühjahr.

Blüten als Nahrungsangebot für Insekten

Die kleinen, gelblich-grünen Blüten erscheinen an jungen oder nicht mehr beernteten Pflanzen bereits während der Saison und auf Ertragsflächen vor allem nach dem Ende der Ernte. Sie können Pollen und je nach Blütentyp auch Nektar für Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und andere Insekten liefern.

Spargel ist meist zweihäusig: Männliche und weibliche Blüten sitzen überwiegend auf verschiedenen Pflanzen. Im Erwerbsanbau werden häufig männliche Sorten verwendet, weil keine Energie in die Beerenbildung fließt. Die frühere pauschale Angabe zu zwittrigen Blüten trifft nicht auf alle Sorten und Pflanzen zu und wurde deshalb präzisiert.

Ausgewachsenes grünes Spargelkraut
Bildnachweis: GMH

Lebensraum ja, pauschaler Artenschutz nein

Dichtes Spargelkraut kann im Sommer Deckung und Lebensraum für verschiedene Tiere bieten. Blühende Begrünungen zwischen oder nach den Reihen können das Nahrungsangebot zusätzlich erweitern. Wie groß der ökologische Nutzen tatsächlich ist, hängt jedoch von Bewirtschaftung, Pflanzenschutz, Bodenpflege, Landschaftsstruktur und Blühangebot in der Umgebung ab. Ein Spargelfeld ist daher nicht automatisch ein „Paradies“ oder ein Beleg für umfassenden Artenschutz.

Weibliche Pflanzen bilden nach der Bestäubung rote Beeren. Diese sind für Menschen nicht zum Verzehr geeignet und können wegen enthaltener Saponine Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Kinder sollten nicht damit spielen oder sie probieren.

Aktuelle Tipps zu Saison und Einkauf bietet der Beitrag Spargel in bestechender Form kann sich sehen lassen.

Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026

Quelle: Das Grüne Medienhaus / food-monitor



Rezept: Ofenspargel mit Zitronen-Kräuterbröseln

Gerösteter weißer Spargel mit goldbraunen Zitronen-Kräuterbröseln
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 kg weißer Spargel
  • 2 EL Rapsöl
  • 1/2 TL Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 60 g Semmelbrösel
  • 30 g fein geriebener Parmesan
  • 30 g Butter
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 EL fein gehackte Petersilie
  • 1 EL fein geschnittener Schnittlauch

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Spargel schälen, holzige Enden abschneiden und die Stangen auf ein Blech legen.
  2. Rapsöl, Salz, Pfeffer und 1 EL Zitronensaft verrühren. Spargel damit bestreichen und 18 Minuten vorgaren.
  3. Butter schmelzen. Semmelbrösel, Parmesan, fein abgeriebene Zitronenschale, Petersilie und Schnittlauch untermischen.
  4. Brösel auf dem Spargel verteilen. Weitere 8 bis 10 Minuten backen, bis der Spargel gar und die Kruste goldbraun ist.

Serviervorschlag: Direkt vom Blech als Hauptgericht oder Beilage servieren.

Allergenhinweis: Enthält glutenhaltiges Getreide und Milch.

Rezept: food-monitor / KI