Weißkohl ist ein lagerfähiger Küchenklassiker für Krautsalat, Kohlrouladen, Eintöpfe und Sauerkraut.

Weißkohl, regional auch Weißkraut genannt, gehört zu den Kreuzblütlern. Seine dicht geschlossenen Köpfe bestehen aus festen, hellgrünen bis weißen Blättern. Frühe Sorten sind meist zarter und milder; spät geerntete Lagerkohlsorten haben festere Köpfe.
Saison und Verwendung
Frischer Weißkohl aus deutschem Anbau wird vom Sommer bis in den Herbst geerntet. Gut lagerfähige Sorten sind darüber hinaus über viele Monate erhältlich. Anbauflächen und Erntemengen schwanken von Jahr zu Jahr; die veralteten Zahlen und Ranglisten aus 2018 wurden deshalb entfernt.
Weißkohl liefert unter anderem Ballaststoffe, Vitamin C, Folat und Kalium. Der Gehalt hängt von Sorte, Lagerung und Zubereitung ab. Pauschale Aussagen über „Entschlackung“, Stressabbau oder Heilwirkungen sind fachlich nicht angemessen.
Klassische Gerichte sind Krautsalat, Kohlrouladen, Suppen und Eintöpfe. Für Sauerkraut wird fein geschnittener Kohl mit Salz unter kontrollierten Bedingungen milchsauer vergoren. Wer zu Hause fermentiert, benötigt ein erprobtes Rezept, saubere Gefäße und die richtige Salzmenge. Weitere Hinweise zu Einkauf und Lagerung stehen im Beitrag Nährstoffwunder Weißkohl: Nachhaltiger Allrounder für die Küche.
Einkauf, Lagerung und Vorbereitung
Frische Köpfe sind fest, schwer und frei von faulen oder schleimigen Stellen. Ganze Köpfe lagern kühl und dunkel besonders lange. Im Gemüsefach hält ein intakter Kopf häufig mehrere Wochen; angeschnittenen Kohl abdecken und innerhalb weniger Tage verbrauchen.
Vor der Verarbeitung äußere beschädigte oder verschmutzte Blätter entfernen. Den Kohlkopf unter Trinkwasser abspülen, vierteln und den harten Strunk keilförmig herausschneiden. Für Salat fein hobeln und mit etwas Salz kneten. Für warme Gerichte nur so lange garen, bis die gewünschte Bissfestigkeit erreicht ist; starre Garzeiten passen nicht zu jeder Schnittgröße und Zubereitungsart.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, 11. August 2026
Quelle: Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) / food-monitor
Rezept: Weißkohl-Apfel-Coleslaw

Zutaten für 4 Portionen
- 600 g Weißkohl
- 1 große Möhre
- 1 säuerlicher roter Apfel
- 3 EL gehackte Petersilie
- 200 g Naturjoghurt
- 1 EL mittelscharfer Senf
- 2 EL Apfelessig
- 1 EL Rapsöl
- 1 TL Zucker
- 1 TL Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Äußere Kohlblätter entfernen, den Kopf abspülen, vierteln und den Strunk herausschneiden. Weißkohl in sehr feine Streifen hobeln.
- Kohlstreifen mit dem Salz 3 bis 4 Minuten mit sauberen Händen kräftig kneten, bis sie weicher werden.
- Möhre, Apfel und Petersilie gründlich waschen. Möhre schälen und raspeln, Apfel vierteln, entkernen und in feine Stifte schneiden. Mit der Petersilie zum Kohl geben.
- Joghurt, Senf, Apfelessig, Rapsöl und Zucker verrühren, mit Pfeffer würzen und unter den Salat mischen.
- Coleslaw abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen und am selben Tag servieren.
Serviervorschlag: Der Salat passt zu Ofenkartoffeln oder vegetarischen Bratlingen.
Allergenhinweis: Enthält Milch und Senf. Apfelessig kann Sulfite enthalten.
Rezept: food-monitor / KI
