Vivera-Nachhaltigkeitsbericht: Klimabilanz pflanzlicher Burger im Vergleich

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Vivera zeigt im Nachhaltigkeitsbericht 2024 die positiven umweltrelevanten Auswirkungen pflanzlicher Ernährung.

Der Impact Report 2024 von Vivera beschreibt die Umweltbilanz des Unternehmens. Die Zahl 2025 im Dateinamen bezeichnet nicht das Berichtsjahr: Auf dem Titelblatt steht 2024.

Die im Bericht aufgegriffenen 14,5 Prozent stammen aus einer FAO-Abschätzung von 2013: Gemeint ist der damalige Anteil der gesamten Tierhaltungs-Lieferketten an den menschengemachten Treibhausgasemissionen, einschließlich etwa Methan und Lachgas, ausgedrückt in CO₂-Äquivalenten. Das ist weder ein Anteil allein der Fleischproduktion noch automatisch das Einsparpotenzial eines Fleischverzichts. Dafür müssten unter anderem die ersetzenden Lebensmittel und die jeweiligen Produktionsänderungen bilanziert werden.

Die dazu angeführte Studie von Kim und Kollegen (2022) bilanziert einen Burger von SCiFi Foods mit kultivierten Rinderzellen und pflanzlichen Zutaten sowie Vergleichsprodukte. Ihre funktionelle Einheit ist ein Kilogramm Patty, ihre Grenze reicht von der Rohstoffgewinnung bis zur Herstellung; Vertrieb und Kühllagerung sind ausgeklammert. Die Treibhausgaswerte werden in Kilogramm CO₂-Äquivalenten ausgewiesen. Die Studie liefert keinen produktspezifischen Nachweis für den genannten Vivera-Burger.

Doch nicht nur die Emissionen sind ein entscheidender Umweltfaktor: auch auf den Ressourcenverbrauch weist der Nachhaltigkeitsbericht hin.

Tierfütterung als entscheidender Faktor für Ressourcenverbrauch

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF ist die Ausweitung des Sojaanbaus die zweitgrößte Ursache für weltweite Entwaldung. Viele kritisieren dabei den Sojaverbrauch für pflanzliche Produkte. Tatsächlich treibt aber vor allem der hohe Fleischkonsum die Nachfrage nach Soja an: denn die Tierfütterung benötigt etwa drei Viertel der weltweiten Sojaproduktion.

Ein WWF-Report zur europäischen Soja-Lieferkette verdeutlicht das Ausmaß: Menschen in Europa verbrauchen im Schnitt etwa 60 Kilogramm Soja pro Jahr, wovon 55 Kilogramm indirekt über tierische Produkte wie Fleisch, Milch, Eier oder Fisch konsumiert werden. Der direkte Verzehr pflanzlicher Sojaprodukte macht demnach nur einen geringen Anteil aus.

Wie Vivera den Wandel zusätzlich vorantreiben möchte – Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette

Als einer der führenden europäischen Hersteller pflanzlicher Lebensmittel sieht Vivera seine Verantwortung nicht nur darin, den Konsum tierischer Produkte zu verringern, sondern auch die eigene Produktion und Lieferkette nachhaltig zu transformieren. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. Im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht weist das Unternehmen eine Reduktion der CO₂-Emissionen pro verkauftem Kilogramm Produkt um 6,5 Prozent nach – von 2,54 auf 2,37 Kilogramm. Möglich wurde dies durch effizientere Energie- und Prozessführung, etwa in der Tofu-Produktion, sowie die Weiterentwicklung der Rezepturen.

Auch bei der Rohstoffwahl übernimmt Vivera Verantwortung: Um Entwaldung zu verhindern, verwendet Vivera kein Palmöl mehr und bezieht Soja ausschließlich aus zertifiziert nachhaltigen Quellen in Nordamerika, China und zunehmend auch aus Europa. Alle Lieferanten mussten sich verpflichten für den Anbau von Soja keinen Wald zu roden. Zudem erhöhte Vivera den Anteil biologisch gewonnener Zutaten auf zwölf Prozent – ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

Weniger Verpackung, weniger Abfall

Im Bereich Verpackung setzt Vivera ebenfalls auf Ressourcenschonung. Im Jahr 2024 bestanden Verpackungen im Durchschnitt zu 38 Prozent aus recycelten Materialien, während der Lebensmittelabfall um mehr als 25 Prozent reduziert werden konnte.

„Wir wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht beim Konsumenten auf dem Teller anfängt“, betont van Weede. „Sie startet bei der Auswahl der Rohstoffe durch den Hersteller, zieht sich durch die gesamte Lieferkette und reicht bis in die Art, wie wir Energie und Wasser einsetzen.“

Ziele bis 2030

Vivera hat sich klare Nachhaltigkeitsziele gesetzt, die sich an den Klimazielen des Pariser Abkommens orientieren. Bis 2030 will das Unternehmen:

  • den CO₂-Ausstoß pro kg Produkt um 45 Prozent senken,
  • den Anteil biologischer Zutaten auf 25 Prozent erhöhen,
  • den Wasserverbrauch um 18 Prozent reduzieren,
  • den Anteil an Produkten mit Nutri-Score A oder B auf 80 Prozent steigern,
  • 30 Prozent weniger Abfall pro kg Produkt erzeugen,
  • und fünf Prozent des Marketingbudgets für Gemeinschafts- und Ernährungsinitiativen bereitstellen.

Hintergrundinfos:

Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 6. September 2026; Umweltvergleiche eingeordnet am 14. September 2026

Dieser Beitrag ist Teil des Themenfeldes: Produktentwicklungen und sich ändernde Verbraucherbedürfnisse.

Quelle: vivera.com/de/