Print bleibt führend in der Angebotskommunikation

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Hybridnutzung erreicht Rekordwert.

  • Prospektmonitor von IFH MEDIA ANALYTICS analysiert erneut Rezeptionsweisen von Prospekten.
  • Print-Prospekte bleiben beliebtester Kanal der Angebotskommunikation.
  • Zahl der Hybridleser:innen steigt auf Rekordwert.
  • Einstellung und Wiedereinführung von Prospekten beeinflusst Markenwahrnehmung der Händler.

Die Angebotskommunikation bleibt auch 2026 dynamisch: Händler testen, welche Kanäle, Zeitpunkte und Formate am besten funktionieren, um Konsument:innen zu erreichen. Vor diesem Hintergrund stellt sich einmal mehr die Frage: Welche Rolle spielt der Print-Prospekt im Jahr 2026? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der neue Prospektmonitor 2026 von IFH MEDIA ANALYTICS, für den 1.000 Verbraucher:innen bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen: Der gedruckte Prospekt bleibt das beliebteste Medium der Angebotskommunikation. Nahezu alle Befragten (97 %; 2024: 95 %) blättern zumindest gelegentlich in Print-Prospekten, 74 Prozent sogar mindestens einmal pro Woche. Die Nutzung zieht sich dabei durch alle Altersgruppen: Zwar greifen Verbraucher:innen ab 50 am häufigsten zum gedruckten Prospekt, aber auch 64 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen gedruckte Prospekte wöchentlich. Wer Prospekte erhält, nutzt sie zudem intensiv – durchschnittlich 1,9 Personen pro Haushalt lesen mit. Selbst unter Werbeverweiger:innen ist das Interesse bemerkenswert hoch: 49 Prozent möchten trotz „Keine Werbung“-Aufkleber ausgewählte Print-Medien weiterhin beziehen.

Anteil von Hybridleser:innen auf Rekordniveau

Parallel dazu behauptet auch der digitale Prospekt seinen Platz: Weiterhin greifen 62 Prozent der Befragten mindestens wöchentlich auf Online-Prospekte zurück. Besonders deutlich zeigt sich jedoch der Trend zur hybriden Nutzung: 88 Prozent der Prospektleser:innen kombinieren heute Print und Digital – ein neuer Rekordwert. Sowohl bei Print- als auch bei Online-Prospekten dominieren Anbieter aus den Bereichen LEH und Drogerie das Angebot.

„Prospekte bleiben für Händler ein zentrales Instrument, um Preis‑Leistungs‑Kompetenz zu zeigen und Frequenz zu sichern – gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Aber Kund:innen denken nicht in Kanälen. Wer heute Angebote sucht, bewegt sich selbstverständlich zwischen Briefkasten, App und Website. Die entscheidende Frage für Händler lautet daher nicht mehr ‚Print oder Digital‘, sondern: Wie orchestrieren wir Print-Prospekt, Online-Prospekt und App zu einer stimmigen Customer Journey?“, so Andreas Riekötter, Geschäftsführer IFH MEDIA ANALYTICS.

Prospekteinstellungen und Wiedereinführungen beeinflussen die Markenwahrnehmung

Entsprechend der hohen Relevanz und Nutzung von Prospekten werden auch strukturelle Änderungen in der Prospektverteilung deutlich wahrgenommen. Die Einstellung durch große Händler betrifft jeden zweiten Haushalt direkt und wird von vielen Betroffenen kritisch bewertet. Genannt werden vor allem schlechtere Vergleichsmöglichkeiten (48 %), eine weniger kundenorientierte Wahrnehmung des Händlers (40 %) oder selteneres Einkaufen (37 %) als Folgen. Umgekehrt zeigen Wiedereinführungen deutlich positive Effekte: Mehr als die Hälfte (53 %) derjenigen, die nach einer Pause wieder einen Prospekt erhalten, bewertet die Rückkehr positiv – vor allem, weil sie dadurch leichter gute Angebote finden.

Grafik zur Nutzungsfrequenz von Prospekten im Zeitvergleich (2022–2026). Gedruckte Prospekte werden 2026 von 96 Prozent der Befragten mindestens gelegentlich genutzt, online Prospekte von 90 Prozent. Wöchentliche Nutzung liegt bei Print‑Prospekten bei 74 Prozent, bei Online‑Prospekten bei 62 Prozent. Insgesamt steigt die Nutzung digitaler Prospekte über die Jahre deutlich an, Print bleibt auf hohem Niveau

Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale. 

Über die Studie

Mit dem „Prospektmonitor“ veröffentlicht IFH MEDIA ANALYTICS seit 2023 regelmäßige und systematische Analysen und Bewertungen des Prospekt-Mediums. Dabei werden Mediennutzung und -wirkung aus Sicht der Konsument:innen untersucht und Schwerpunktthemen beleuchtet. Die aktuelle Erhebung widmet sich den Schwerpunktthemen Nutzungsentwicklung sowie Prospekteinstellungen und -wiedereinführungen. Dazu wurden im Februar 2026 in einer repräsentativen Onlinebefragung 1.000 Konsument:innen aus unterschiedlichen Haushaltsgrößen und -nettoeinkommen befragt.

Die Studie kann kostenpflichtig im Shop des IFH KÖLN erworben werden.

Zudem werden die Ergebnisse am 21. April um 14 Uhr im ECC WEB TALK „Prospektmonitor – Wie steht es um den Print-Prospekt im Jahr 2026?“ präsentiert. Hier können Sie sich kostenfrei anmelden.

Im November 2026 erscheint im Rahmen des IFH MEDIA DAYs eine neue Erhebungswelle.

Über IFH MEDIA ANALYTICS

IFH MEDIA ANALYTICS liefert Informationen, Marktforschung und Beratung zu werberelevanten Fragestellungen rund um eine erfolgreiche Gestaltung der ganzheitlichen Angebotskommunikation. Umfangreiche Daten zu Märkten, Kundinnen und Kunden und Wettbewerb bilden die Basis, um Aussagen zu Erreichbarkeit, Nutzung und Werbewirkung bezugnehmend auf die unterschiedlichen Werbekanäle treffen und passgenaue, effiziente Media-Mix-Modelle ableiten zu können. Eingebettet in die Customer Journey ergibt sich ein 360°-Blick im Rahmen der individuellen Werbe- und Unternehmensstrategie. IFH MEDIA ANALYTICS ist ein Tochterunternehmen des IFH KÖLN, das sich als renommiertes Marktforschungs- und Beratungsunternehmen im Handelsumfeld der erfolgreichen Gestaltung der Zukunft des Handels und der Etablierung zeitgemäßer Geschäftsmodelle widmet.

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